Einen Bericht der Times, FIFA-Präsident Gianni Infantino hätte Marokko die Austragung des WM-Finals 2030 im Gegenzug für Unterstützung im Machtkampf versprochen, hatte die FIFA am Mittwochabend klar dementiert.

Doch was ist, wenn Infantino Marokko tatsächlich ein unmoralisches WM-Angebot unterbreitet hätte? In dieser Frage meldete sich nun auch das spanische Sportministerium zu Wort und betonte, dass alleine Spanien das Recht haben sollte, das WM-Finale 2030 auszutragen. „Wir haben es verdient und haben uns immer dafür eingesetzt, dass es in Spanien stattfindet“, versicherte Sportministerin Milagros Tolón in der Sendung „Hora 25“ des Radiosenders Cadena Ser.

Spanische Fans bejubelten im Juli den Gewinn der Fußball-WM
Spanische Fans bejubelten im Juli den Gewinn der Fußball-WMSpanische Fans bejubelten im Juli den Gewinn der Fußball-WM© IMAGO/AOP.Press

Spanien von angeblichem Infantino-Angebot überrascht

Neben Marokko werden auch Spanien und Portugal die Fußball-WM 2030 austragen. Zur Feier des 100-jährigen Jubiläums der ersten Weltmeisterschaft finden zudem drei Auftaktspiele der WM in Südamerika (Argentinien, Paraguay, Uruguay) statt. Für die spanische Sportministerin ist klar, dass Spanien das Endspiel austragen muss.

„Erstens sind wir Weltmeister bei den Männern und bei den Frauen. Zweitens hat Spanien gemeinsam mit Portugal die Kandidatur für die Weltmeisterschaft 2030 vorangetrieben, später schloss sich Marokko an, und außerdem verfügen wir als Land über viele Vorteile und Stärken,“, stellte sie klar.

Der Bericht der Times, dass Infantino Marokko ein unmoralisches Angebot unterbreitet hätte, habe die Spanier „sehr überrascht“, das Wichtigste sei, dass die FIFA dies bereits dementiert habe. Man arbeite mit der FIFA zusammen und habe im September das nächste Treffen. „Die FIFA hat diese Meldung sehr klar und unmissverständlich dementiert. Wir werden weiter daran arbeiten, denn wir wollen, dass das WM-Finale in Spanien stattfindet – und so muss es auch sein“, stellte Milagros Tolón unmissverständlich klar.

Ob das Endspiel schließlich in Madrid oder Barcelona ausgetragen werden soll, steht noch nicht fest.