Die erste Halbzeit des WM-Finals zwischen Spanien und Argentinien (1:0) war wahrlich kein Leckerbissen – für den früheren Freiburg-Trainer Christian Streich lag dies zu großen Teilen auch an dem seiner Meinung nach inakzeptablen Rasen im MetLife Stadium von East Rutherford vor den Toren von New York.
„Der Platz ist der Wahnsinn. Bei so einer XXXXX oder wie viel X-WM? Da so einen Platz? Der Ball rollt nicht. Die Spieler haben total Probleme, schnell und gut zu spielen. Das Spiel leidet total unter diesem Platz, ich sehe das durch den Fernseher. Das ist echt schade“, schimpfte Streich im ZDF.
Wut über Rasen im WM-Finale: „Wie in einem Zwei-Sterne-Superior-Hotel“
Bereits vor dem Spiel zeigten sich die Experten Christoph Kramer und Per Mertesacker entsetzt. So eröffnete ZDF-Moderator Jochen Breyer seine Begrüßung der Weltmeister von 2014 damit, dass beide „geschockt über den Zustand“ des Geläufs waren.
„Auf so etwas habe ich noch gar nicht gespielt. Das ist wie eine Kegelbahn, wo du einen Teppich darauflegst. Das ist vor allem für Spanien ein anderes Spiel. (…) Du kannst ihn nicht mal rausrupfen, weil es wie ein Teppich ist. Es ist wie in einem Zwei-Sterne-Superior-Hotel in Spanien“, redete sich Kramer in Rage.
WM-Finale 2026: Kramer schimpft über Rasen
Breyer wies darauf hin, dass hier üblicherweise ein Kunstrasen für NFL-Spiele liegt, auf den Sand geschichtet wurde, darüber kam dann dieser WM-Rasen. Auf seine Frage, wie dieser schlechte Zustand sein könne, hatte aber auch Kramer keine Antwort parat.
„Es liegt nicht am Untergrund, sondern am Rasen. Der ist nicht hoch, sondern wie ein Teppich, wie in Wimbledon oder so. Ich habe so etwas noch nie gesehen. Wenn ein Ball darüber läuft, rollt der über einen normalen Rasen eben und hier hoppelt der“, zeigte sich Kramer irritiert.
Zur Pause waren im WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien nach einem zähen Spiel noch keine Treffer gefallen. Ferran Torres erlöste Spanien in der Verlängerung.