Glück für England beim 2:1-Sieg nach Verlängerung im WM-Viertelfinale gegen Norwegen: Ein Tor von Torbjörn Heggem (55.) nach einer Ecke zum vermeintlichen 2:1 für die Skandinavier wurde nach Videobeweis zurückgenommen.
Der Grund: Unmittelbar vor dem Treffer hatte sich Erling Haaland mit einem Schubser gegen Elliot Anderson unerlaubt Platz verschafft. Doch der Ball war zum Zeitpunkt des Fouls noch gar nicht im Spiel.
WM: Glück für England! „Ganz neu im Reglement“
Jedoch wurden zu dieser WM die Befugnisse des VAR erweitert, sodass auch solche Situationen, wie etwa das Gerangel vor Ausführung einer Ecke, Teil des Checks sind.
„Das ist ganz neu im Reglement und im Protokoll des Videoassistenten“, erklärte Schiedsrichterexperte Patrick Ittrich bei MagentaTV.
Weil der Ball noch nicht im Spiel war, ging es dann auch nicht mit Freistoß für England weiter, sondern mit einer Wiederholung des Eckballs für Norwegen. Dieser brachte jedoch nichts ein.
Das Foul war laut Ittrich im Übrigen unstrittig. „Das ist ein Wegstoßen des Gegenspielers. Es ist auch so, dass Haaland in den Zweikampf geht, wo der Ball hinkommt. Insofern wird das weggenommen“, sagte der ehemalige Bundesliga-Referee.
Andreas Schjelderup (36.) hatte Norwegen zunächst mit einem sehenswerten Schuss aus spitzem Winkel in den Knick in Führung gebracht. Jude Bellingham (45.+2) glich noch vor der Pause aus und markierte in der Verlängerung (93.) auch den Siegtreffer für die „Three Lions“.
Dank Bellingham! England übersteht WM-Krimi
Auch Englands Treffer regelwidrig?
Allerdings hätte auch der Treffer der Three Lions wohl nicht zählen dürfen, da der Ball beim vorausgegangenen Abstoß von Örjan Nyland das Seil der Sky-Cam berührt hatte. Trotz Protesten der Norweger wurde das Tor aber gegeben.
„Wenn der Ball ein Objekt berührt, das nicht zum Spielfeld gehört, muss das Spiel unterbrochen werden“, sagte der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Mark Clattenburg bei FOX.