Spanien ist Weltmeister! La Furia Roja hat Argentinien in einem hart umkämpften Finale mit 1:0 nach Verlängerung niedergerungen und damit den zweiten Titel der eigenen Geschichte gefeiert.

Das einzige Tor im Endspiel von New Jersey erzielte der eingewechselte Ferran Torres nach Vorlage von Nico Williams (106.).

Ferran Torres (r.) jubelt nach seinem Tor
Ferran Torres (r.) jubelt nach seinem TorFerran Torres (r.) jubelt nach seinem Tor© IMAGO/Uk Sports Pics Ltd

„Durch diesen Treffer wurden wir endlich erlöst. Wir haben es die ganze Zeit versucht, aber es war nicht einfach. Am Ende hat es geklappt. Das ist ein Endspiel. Wenn du gegen Messi spielst, bist du immer nervös. Aber wir haben an uns geglaubt“, sagte Torres nach dem Spiel.

Die Argentinier, die durch die Niederlage den vierten Stern verpassten, hatten nach dem Platzverweis für Enzo Fernández (90.+3) die komplette Verlängerung in Unterzahl gespielt und in dieser Folge auch den Gegentreffer kassiert.

WM 2026: Argentinien mit Negativ-Rekord

Zugleich sorgte das Team um Superstar Lionel Messi für einen Negativ-Rekord. Als erste Nation der WM-Geschichte gelang den Argentiniern kein einziger Torschuss innerhalb der regulären Spielzeit in einem Endspiel.

In Spanien fand das Mammutturnier nach 104 Spielen einen würdigen Weltmeister. Die Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente spielte ein herausragendes Turnier und stellte mit nun 38 ungeschlagenen Spielen in Serie einen Rekord auf.

„Ich bin stolz auf diese Mannschaft und stolz auf diese Fußballergeneration, die sich durchgesetzt hat“, sagte de la Fuente.

In seinen acht Partien in Nordamerika kassierte das Team lediglich einen Gegentreffer. Als „einzigartig“ würdigte Ministerpräsident Pedro Sánchez das Team. Es spiegele „jenes Spanien wider, das auf das Kollektiv setzt, um zu gewinnen und sich der Welt als das geliebte und respektierte Land zu präsentieren, das es ist.“

Spanien vs. Argentinien: Spektakel bleibt aus

Die 80.663 Zuschauer im Stadion, die teils absurd hohe Preise für ihre Tickets bezahlt hatten, und rund 1,5 Milliarden an den Fernsehern bekamen am Schlusstag ein Unterhaltungsprogramm geboten wie niemals zuvor.

Als endlich die Stars den Rasen betraten, blieb das erhoffte Spektakel aber aus. Das Spiel lebte von der Spannung. Während Spanien wie gewohnt mit Ballbesitz und Ballsicherheit glänzte, setzte Argentinien vor allem auf Körperlichkeit. Nach vorne ging kaum etwas. Schon gar nicht bei Messi. Sein einziger Ballkontakt in der Anfangsviertelstunde? Der Anstoß.

Ausgerechnet im Finale wurde die Abhängigkeit von Messi zum großen Problem der Südamerikaner. Weil der Zehner, der sein Team fast im Alleingang ins Endspiel geführt hatte, bei Spaniens Defensive um den erst 19-jährigen Pau Cubarsi bestens aufgehoben war, entwickelte die Albiceleste keine Torgefahr.

Spanien kam mit Jungstar Lamine Yamal (5.), Mikel Oyarzabal (39.) und Marc Cucurella (43.) zumindest zu drei Abschlüssen.

Messi blickt ins Leere

Die Fans durften sich dann immerhin in der Pause über großes Spektakel freuen. In bester Super-Bowl-Manier sorgten Madonna, Shakira, Justin Bieber und die Band BTS für eine riesige Halbzeitparty. Zwölf Minuten lang heizten die Stars bei der ersten Show dieser Art der WM-Geschichte zusätzlich ein, Trump lächelte in seiner Loge neben FIFA-Präsident Gianni Infantino.

Nach der gut 27-minütigen Pause übernahmen die Spanier dann komplett das Kommando – und kamen zu einigen Chancen: Dann flog Fernández vom Platz, Messi beschwerte sich, Yamal verpasste die Entscheidung mit einem Freistoß (90.+8).

Es ging in die Verlängerung, und der Ball landete im Tor. Doch der Treffer von Williams zählte wegen eines Fouls nicht. Minuten später brach er gemeinsam mit Torres den Bann. Messi blickte entsetzt ins Leere.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)