Die spanische Nationalmannschaft ist durch eine beeindruckende Defensiv- und Ballbesitz-Taktik Weltmeister geworden – und liefert der Konkurrenz damit auch vielversprechende Ansätze.
Sollte sich deshalb auch der DFB stark am Champion orientieren und Dinge übernehmen? Nein, findet Philipp Lahm. Der WM-Kapitän von 2014 warnt Deutschland sogar eindringlich davor.
„Wir müssen nicht die Spanier und ihren Ballbesitz kopieren, wir haben eigene Qualitäten“, schrieb der ehemalige Defensivspieler in seiner Kolumne für den kicker. Bereits Jogi Löw wurde nach dem Titel vor 12 Jahren immer wieder vorgeworfen, er orientiere sich zu sehr am spanischen Tiki-Taka.
Lahm forderte deswegen: „Defensive Ordnung, robustes Spiel, dann angreifen – das hat uns als Nationalmannschaft immer ausgezeichnet. Dazu sollten wir zurückkehren mit klaren Aufgaben, einer klaren Formation, damit Wiederholungseffekte im Training und im Spiel entstehen.“
Lahm warnt DFB wegen Spanien
Es gelte trotzdem aus seiner Sicht, ganz neu zu denken. Vor allem fordert er den klaren Leistungsgedanken. „Irgendwann muss ausgetauscht werden, wenn einer auf Dauer nicht die Leistung bringt“, lautete die Meinung des Mannes mit 113 Länderspielen.
Vor allem solle der DFB aber eine eigene klare Identität unter dem designierten Bundestrainer Jürgen Klopp entwickeln und dieser treu bleiben. „Spanien hat eine klare Idee – in beide Richtungen, bei Ballbesitz wie nach Ballverlust. Jeder weiß, wie er agieren soll, nicht nur in der Nationalelf, sondern in der ganzen Liga. Das ist das Plus“, analysierte Lahm