In der Debatte um die kommende Weltfußballer-Wahl ist ein bemerkenswerter Hinweis aufgetaucht.
So warf der offizielle X-Account des Ballon d’Or am Donnerstag die Frage auf, ob auch ein Profi, der außerhalb Europas spielt, den Preis gewinnen könne.
Die schlichte Antwort lautet: ja – wohingegen es die offizielle Seite des Ballon d’Or etwas umständlicher erklärte.
Messis Krönung 2023
„Es ist durchaus möglich, den Ballon d’Or zu gewinnen, ohne für einen europäischen Verein zu spielen. Angesichts der Geschichte scheint es zwar schwieriger zu sein, doch die zunehmende Stärke bestimmter Ligen außerhalb Europas sorgt für neue Impulse“, heißt es dort.
Dabei wird auf die Krönung desjenigen verwiesen, der als bislang Einziger den Ballon d’Or außerhalb Europas gewann: Lionel Messi im Herbst 2023.
„Zum Zeitpunkt der 67. Preisverleihung am 30. Oktober 2023 spielte der Argentinier bereits für Inter Miami. Der achtfache Preisträger war damit der erste männliche Gewinner, der einen nicht-europäischen Verein vertrat“, steht in dem Text geschrieben.
Allerdings müsse „man hier etwas differenzieren, da der Ballon d’Or seit 2022 nicht mehr auf Basis des Kalenderjahres, sondern der Saison (von August bis Juli) vergeben wird. Das bedeutet, dass unsere Jury bei der Bewertung der Vereinsleistungen Messis Leistungen bei Paris Saint-Germain zugrunde gelegt hat – dem Verein, den der frisch gekürte Weltmeister im Sommer 2023 verlassen hat.“
Holt Messi den nächsten WM-Titel?
Entscheidend für Messis Wahl war seine Darbietung bei der WM 2022, als er Argentinien zum dritten Titel der Geschichte führte.
Sollte der inzwischen 39-Jährige das in diesem Jahr wiederholen, könnte er womöglich zum neunten Mal beim Ballon d’Or ausgezeichnet werden. Argentinien trifft am Sonntag im WM-Finale auf Spanien (ab 21.00 Uhr im LIVETICKER).
Die Ballon-d’Or-Wahl findet am Oktober in London statt. Stimmberechtigt ist je ein ausgewählter Sportjournalist pro Land aus den Top 100 der offiziellen FIFA-Weltrangliste.