Gegenwind für Jens Lehmann: Nachdem der frühere deutsche Nationaltorhüter mit einer Aussage zur Schweizer Nationalmannschaft für Aufsehen gesorgt hatte, schoss Nati-Verteidiger Manuel Akanji im Anschluss an das WM-Viertelfinale zurück.

„Liebe Grüße auch an Jens Lehmann, der sagte, wir sind nur hier zum Trikottauschen. Man hat heute gesehen, was wir können – auch zu zehnt“, erklärte Akanji nach der 1:3-Niederlage nach Verlängerung gegen Argentinien.

Jens Lehmann äußerte sich zur Schweizer Nationalmannschaft
Jens Lehmann äußerte sich zur Schweizer NationalmannschaftJens Lehmann äußerte sich zur Schweizer Nationalmannschaft© IMAGO/Sven Simon

Gegenüber Schweizer Medien legte der frühere BVB-Verteidiger nach und meinte, Lehmanns Aussagen hätten innerhalb der Mannschaft der Eidgenossen durchaus für zusätzliche Motivation gesorgt.

„Respektlose Aussagen“: Lehmann in der Kritik

„Ich finde es krass, dass man solche respektlosen Aussagen trifft, nachdem wir jahrelang so gute Leistungen gezeigt haben und das auch an diesem Turnier. Erst recht, wenn man sieht, wo Deutschland steht und wie sie zuletzt performt haben“, stellte Akanji klar.

Kurz vor dem Viertelfinale gegen Argentinien hatte Lehmann die Schweizer Nationalmannschaft kritisiert.

In einer WM-Sendung von Welt TV hatte der ehemalige DFB-Keeper unter anderem gesagt: „Ich glaube, die Schweizer freuen sich am meisten darauf, irgendwie nach dem Spiel von Messi vielleicht ein Trikot zu bekommen oder so.“

Der 56-Jährige sprach zwar von einem guten Turnier der deutschen Nachbarn, zweifelte jedoch daran, dass das Team von Trainer Murat Yakin wirklich an einen Sieg gegen den Weltmeister glauben würde.

Tatsächlich hielten die Eidgenossen gegen die Argentinier lange Zeit gut mit. Ab der 72. Minute musste die Schweiz nach Gelb-Rot für Breel Embolo allerdings in Unterzahl agieren – und verlor das Spiel schließlich in der Verlängerung.