Der frühere Bundestrainer Berti Vogts sieht Jürgen Klopp als einen mehr als würdigen Erben an, würde dem Wunschkandidaten des deutschen Fußballs aber Matthias Sammer an die Seite stellen. „Matthias wäre die perfekte Ergänzung, je mehr Kompetenz da ist, desto besser“, schrieb Vogts in seiner Kolumne für die Rheinische Post.
„Klopp ist für mich der Beste, den wir im Moment haben“, meinte Vogts über die Traumlösung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für die Nachfolge von Julian Nagelsmann, der nach dem neuerlichen WM-Desaster zurückgetreten war: „Er hat den Ehrgeiz, etwas zu bewegen, er hat das Fachwissen, um die Mannschaft nach vorn zu bringen, er hat das Feuer, um zu begeistern, er ist ein guter Kommunikator und er hat ein internationales Flair durch seine erfolgreiche Arbeit in Liverpool, das lässt ihn einen anderen Blick auf den deutschen Fußball haben.“
Dennoch machte sich Vogts für eine Doppelspitze stark. „Es ist wichtig, dass der Bundestrainer einen starken Mann an seiner Seite hat. Und da fällt mir nur einer ein: Matthias Sammer.“ Der Europameister von 1996 und Klopp seien „starke Fußballpersönlichkeiten, die sich in der Vergangenheit gern mal gerieben haben. Das ist auch wichtig, aber im Sinne des Fußballs.“
Klopp darf nicht ausgebremst werden
Was noch wichtig ist aus Sicht des 79-Jährigen: „Wir brauchen jetzt absolute Experten, damit wir wieder Anschluss finden an die Weltklasse. Wir brauchen Menschen, die den Fußball lieben und leben.“ Klopp sei so einer und eine „Top-Lösung“.
Der 59-Jährige „wird auch das Standing haben, seine Ideen durchzubringen. Wichtig ist, ihm die Möglichkeit zu geben und ihn nicht auszubremsen.“
Sammer als Nebenmann bringe den „nötigen Ehrgeiz“ mit, „der mir zuletzt in der Nationalmannschaft gefehlt hat“, schrieb Vogts: „Den kann er ins Team tragen – und er kann Klopp den Rücken freihalten. Matthias Sammer hat den Charakter, um auf Spieler einzuwirken, er weiß, wie Erfolg geht, er war 1996 eine tragende Figur unseres letzten Europameister-Teams. Und er war ein Spieler, der den Wert des Teamgeistes kennt.“