Norwegens Fußballer wittern im WM-Viertelfinale gegen den großen Favoriten England ihre Chance. „Natürlich wissen wir, dass dies ein sehr, sehr schwieriges Spiel wird. Aber meine Spieler wissen tief in ihnen, dass sie England schlagen können“, sagte Trainer Stale Solbakken vor dem Duell in Miami (Samstag, 23 Uhr MESZ): „Dafür müssen wir an unsere absolute Leistungsgrenze gehen. Wenn uns das nicht gelingt, kommt England weiter.“
Das Selbstvertrauen jedenfalls ist groß – nicht zuletzt wegen des Siegs im Achtelfinale gegen den Rekordweltmeister Brasilien (2:1). „Drei starke Gegner in Folge zu schlagen, gibt einem ein Gefühl der Stärke und das Gefühl, für die nächste Herausforderung bereit zu sein“, sagte Solbakken.
Der Druck laste „eher auf England als auf uns“, ergänzte er: „Aber wenn das Spiel beginnt, denken die Spieler nicht so sehr an den Druck. Da geht es elf gegen elf.“
Norwegen erstmals seit 28 Jahren bei der WM
Solbakken stellte zudem klar, dass es das Duell England gegen Norwegen sei und nicht das der Torjäger Harry Kane gegen Erling Haaland. „Aber es ist kein Geheimnis, dass Kane für England der Matchwinner Nummer eins ist und Haaland für uns der Matchwinner Nummer eins.“
Die Norweger sind erstmals seit 28 Jahren wieder bei der WM, 1998 waren sie im Achtelfinale ausgeschieden. Diesmal stürmten sie durch Siege in der K.o.-Phase gegen die Elfenbeinküste (Cote d’Ivoire) und Brasilien bereits bis ins Viertelfinale.
„In den ersten 20 Minuten des Auftaktspiels gegen den Irak haben wir keine zwei Pässe an den Mann gebracht“, sagte Solbakken. Das Team sei „sehr nervös“ gewesen. „Doch wir haben diese Partie überstanden, sind anschließend nach und nach in das Turnier hineingewachsen und haben jetzt viel Selbstvertrauen.“