Auch abseits des Spielfeldes gab es für Borja Iglesias nach Spaniens Einzug ins WM-Finale noch Grund zur Freude: Der Stürmer traf auf eine alte Bekannte.

Als Expertin für das spanische Fernsehen war auch Jennifer Hermoso in der Arena in der Nähe von Dallas vor Ort. Beide freuten sich sichtlich über das Wiedersehen, umarmten sich lange und herzlich und tauschten sich angeregt aus. Die spanische Nationalspielerin verbindet eine besondere Geschichte mit dem Angreifer von Celta Vigo.

Hintergrund der Beziehung ist der als „Kuss-Skandal“ bekannt gewordene Vorfall um den ehemaligen spanischen Verbandspräsidenten Luis Rubiales nach dem Gewinn der Frauen-Weltmeisterschaft 2023, als dieser bei der anschließenden Siegerehrung Hermoso gegen ihren Willen auf den Mund küsste.

Spanien-Stürmer trat aus Nationalmannschaft zurück

Borja Iglesias, damals noch in Diensten Betis Sevillas und der spanischen Nationalmannschaft, kündigte infolge des Skandals seinen vorläufigen Rücktritt aus dem Nationalteam an.

„Als Spieler und Mensch fühle ich mich durch das, was passiert ist, nicht repräsentiert“, schrieb er damals und kündigte an, „bis sich die Dinge ändern und diese Art von Handlungen nicht ungestraft bleibt“, nicht mehr für Spanien aufzulaufen.

Borja Iglesias steht mit Spanien im WM-Finale
Borja Iglesias steht mit Spanien im WM-FinaleBorja Iglesias steht mit Spanien im WM-Finale© IMAGO/PsnewZ

Iglesias gehörte damit zu den wenigen Profis, die sich öffentlich zu dem Fall äußerten und deutliche Konsequenzen forderten.

Hermoso erstattete infolge des Kusses Strafanzeige. Rubiales räumte seinen Posten und wurde später zu einer Geldstrafe verurteilt. Ein Berufungsgericht bestätigte im Sommer 2025, dass der ungewollte Kuss eine sexuelle Aggression darstelle. Die verhängte Geldstrafe von rund 10.800 Euro sowie ein einjähriges Kontaktverbot gegenüber Hermoso blieben somit in Kraft.