Für Norwegen war im WM-Viertelfinale Endstation: Gegen England fand das WM-Märchen nach der Verlängerung ein bitteres Ende. Die Fans machen nun Stürmer Alexander Sorloth auf erschreckende Art und Weise dafür verantwortlich.
Hassnachrichten, Morddrohungen und zahlreiche weitere beleidigende Botschaften musste der 30-Jährige in den vergangenen Tagen über sich ergehen lassen. Seine Freundin Lena Selnes zeigte am Sonntag einen Teil der ekelhaften Bedrohungen, mit denen der Stürmer und seine Familie konfrontiert werden.
Dazu schreibt Selnes: „Die Weltmeisterschaft und der Fußball bringen viel Freude, aber auch viel Hass. Eigentlich möchte ich dem keine Beachtung schenken, aber nach solchen Kommentaren muss ich es tun.“
WM 2026: Sorloth vergibt Großchance
In den Mitteilungen fanden sich abscheuliche Drohungen wie „Du wirst umgebracht werden“ und es wurde dem Angreifer von Atlético Madrid sogar zum Suizid geraten.
Doch warum richtet sich der Hass besonders gegen den 1,95 Meter großen Stürmer? In der 43. Spielminute beim Stand von 1:0 für Norwegen hatte der frühere Leipziger eine aussichtsreiche Kontersituation.
Sorloth und Haaland liefen zu zweit auf den letzten englischen Verteidiger John Stones zu. Doch Sorloth verpasste das Abspielfenster auf seinen Stürmerkollegen, schloss selbst ab und scheiterte. Nur zwei Minuten später gelang Jude Bellingham der viel diskutierte Ausgleich für die „Three Lions“.
WM: Sorloth nach Abpfiff niedergeschlagen
Selnes richtete nun einen eindringlichen Appell an die Absender der Kommentare: „Ich hoffe, dass jeder, unabhängig von der Situation, ein wenig mehr nachdenken kann, bevor er solche Kommentare abgibt.“
Sorloth selbst äußerte sich nach dem verlorenen Spiel selbstkritisch: „Es ist hart. Es gibt Dinge, bei denen man sich wünscht, man hätte es besser gemacht. Natürlich ist es hart, wenn es um die größte Bühne geht und wir um den Einzug ins Halbfinale der Weltmeisterschaft kämpfen“, sagte der 30-Jährige in der Mixed Zone.
Bereits gegen den Kolumbianer Jaminton Campaz gab es Morddrohungen nach dem WM-Aus. Auch der 26-Jährige vergab eine große Chance im Achtelfinale gegen die Schweiz.