Die senegalesischen Medien dürften sich dieser Tage überschlagen. Erst schieden die „Löwen der Teranga“ dramatisch gegen Belgien im Sechzehntelfinale aus, nun hat Starspieler Pape Gueye seinen Rückzug aus der Nationalmannschaft verkündet. Grund ist ein Streit mit dem Trainerteam.

Nur wenige Stunden nach Abpfiff teilte der 27-Jährige in seiner Instagram-Story mit: „Ich werde noch einmal zurückkommen, um ein paar Worte zum Ausscheiden zu sagen, aber ich kündige heute schon an, dass ich, solange dieser Trainerstab im Amt ist, eine Pause bei der Auswahl einlegen werde.“

Pape Gueye ist aus der senegalesischen Nationalmannschaft zurückgetreten
Pape Gueye ist aus der senegalesischen Nationalmannschaft zurückgetretenPape Gueye ist aus der senegalesischen Nationalmannschaft zurückgetreten© IMAGO/ZUMA Press

WM: Senegal-Zoff nach Auswechslung

Der Mittelfeldspieler stand bei allen vier WM-Partien der Senegalesen auf dem Platz und erzielte dabei zwei Tore. Zu einem Einsatz über die vollen 90 Minuten kam er allerdings nicht. Beim bitteren Ausscheiden nahm ihn sein Trainer Pape Thiaw nach 66 Minuten vom Feld.

Eine Entscheidung, mit der Gueye offenbar nicht ganz einverstanden war, wie er auch in einem Interview nach dem Spiel durchblicken ließ: „Ich war körperlich in guter Form, aber letztlich trifft der Trainer die Entscheidungen. Das respektieren wir.“

Nun zieht er also die Konsequenzen und verabschiedet sich vorerst aus der Nationalmannschaft. Bei einem möglichen Trainerwechsel lässt er sich jedoch die Hintertür für eine Rückkehr offen.

Der offensive Mittelfeldspieler steht aktuell bei Villarreal in Spanien unter Vertrag und zählt mit einem Marktwert von 40 Millionen Euro zu den wertvollsten Spielern im Kader der Afrikaner.

Last-Minute-Aus gegen Belgien

Gegen Belgien sah der Senegal lange wie der sichere Sieger aus. Bis in die Schlussphase führte der Afrika-Cup-Finalist mit zwei Toren, dann retteten sich die „Roten Teufel“ durch einen Doppelschlag mitsamt bitterem Torwartpatzer von Mory Diaw noch in die Verlängerung.

Dort kam es dann zum ganz großen Drama, als Belgien in der 117. Minute noch einen Elfmeter zugesprochen bekam. Acht Minuten dauerte es bis zur Ausführung und dem Treffer durch Youri Tielemans, der den Sieg brachte.