Jürgen Klopp soll Bundestrainer werden – aber wie geht es über den Trainerposten hinaus beim DFB weiter? Bei der Besetzung der Spitzenposten kursieren aktuell einige bekannte Namen, auch mit Erfahrung im Nationaltrikot. Mats Hummels möchte jedoch lieber nicht Teil dieser Debatte sein.

„Vielleicht wenn wir noch ein Jahrzehnt verstreichen lassen. Aktuell wäre das auf jeden Fall nichts für mich“, erklärte der 78-malige Nationalspieler bei MagentaTV.

Mats Hummels steht dem DFB nicht zur Verfügung
Mats Hummels steht dem DFB nicht zur VerfügungMats Hummels steht dem DFB nicht zur Verfügung© IMAGO/Kirchner-Media

DFB: Hummels schließt Amt aus

Für ein mögliches Engagement fehle ihm schlicht die Kompetenz, gab der 37-Jährige zu: „Ich habe auch gar nicht die Qualitäten dafür, ehrlich gesagt, ich habe nicht die Ausbildung. Wenn ich so einen Posten mal eingehe, dann möchte ich, dass ich mich da reingearbeitet habe und dass ich das auch wirklich gelernt habe.“

Andere Namen konnte er allerdings auch nicht ins Spiel bringen. „Habe ich ehrlicherweise keine Ahnung“, war die knappe Antwort des Weltmeisters von 2014.

Im Zuge des Rücktritts von Julian Nagelsmann war bekannt geworden, dass auch Andreas Rettig als bisheriger DFB-Geschäftsführer aus privaten Gründen aus seinem Amt ausscheiden wird. Auch die Zukunft von Sportdirektor Rudi Völler, der als Befürworter von Nagelsmann galt, ist noch ungeklärt. Nach SPORT1-Informationen beschäftigt sich der 66-Jährige ebenfalls mit einem Rücktritt.

Mertesacker zeigt sich offen für ein DFB-Amt

Neben der Personalie des Trainers gilt es nun also auch, die Verbandsspitze neu zu besetzen. Oder nicht? In seiner Zeit als Liverpool-Trainer hatte Klopp auch Befugnisse im Management-Bereich. Offen ist, ob sich Klopp und der DFB ein solches Modell auch bei der Nationalmannschaft vorstellen können.

Zuletzt hatte sich zum Beispiel schon Hummels einstiger Nationalmannschaftskollege Per Mertesacker offen für ein mögliches Amt beim Deutschen Fußball-Bund ins Gespräch gebracht: „Irgendwie mal beim DFB zu arbeiten, dem deutschen Fußball, dem ich auch so viel zu verdanken habe, mal was zurückzugeben, wenn das gewünscht ist – dafür stehe ich natürlich zur Verfügung“, offenbarte der ehemalige Innenverteidiger beim ZDF.

Am Montag betonte Mertesacker, dass er für den Fall eines Wechsels zum DFB sogar bereit sei, auf Geld zu verzichten. „Ganz genau“, sagte der 41-Jährige.