Mit zwei Siegen gegen den Senegal und den Irak haben sich die Franzosen bei der WM 2026 bereits für die nächste Runde qualifiziert. Im Kampf um den Gruppensieg setzte sich Les Bleus am Freitagabend mit 4:1 (3:1) gegen Norwegen durch.
Norwegen baute vor dem Duell auf diversen Positionen um – und ließ unter anderem Superstar Erling Haaland die komplette Spielzeit auf der Bank. Insgesamt wechselte Trainer Stale Solbakken im Vergleich zum letzten Spiel auf zehn Positionen. Lediglich Frederik Aursens blieb im Team. Solbakken „schockiert mit der Aufstellung“, schrieb das norwegische Aftenbladet.
Der Coach wechselte im Laufe der Partie so durch, dass nun alle 23 Feldspieler Einsatzminuten bekommen haben. Lediglich der dritte Torwart Sander Tangvik bekam bisher noch keine Spielzeit.
Frankreich – Norwegen: Die Aufstellungen im Überblick
- Frankreich: Maignan – Kounde, Upamecano, Lacroix, Hernandez – Kone, Tchouameni – Dembélé, Olise, Doué – Mbappé
- Norwegen: Selvik – Ostigard, Bjorkan, Falchener – Berg, Aursens, Thorstvedt, Aasgaard, Schjelderup, Bobb – Strand Larsen
Der Bundesliga-Profi Jonas Hofmann, der aktuell als Experte für MagentaTV arbeitet, sprach vor dem Spiel von einem klaren Qualitätsverlust im norwegischen Team: „Ich weiß nicht, was sich der Trainer dabei denkt. Ich habe mal geguckt, ob sie jemanden aus dem Weg gehen wollen, aber du kriegst auf jeden Fall im Achtelfinale einen Brocken. Es ist schade, weil wir uns alle auf das Duell gefreut haben.“
Norwegen trifft im Sechzehntelfinale auf die Elfenbeinküste. In der folgende Runde bekämen es die Skandinavier mit dem Sieger der Partie Brasilien gegen Japan zu tun.
WM 2026: Frankreich vor härtester Aufgabe in Gruppe I
Warum die vielen Wechsel auf norwegischer Seite? „Es wird mit den einzelnen Spielern abgesprochen sein. Die einzige Variante ist, dass er (der Trainer, Anm. d. Red.) Kräfte sparen will, aber die meisten Spieler kennen eigentlich diesen Rhythmus alle drei oder vier Tage zu spielen“, meinte Hofmann. Genügend Zeit zur Regeneration bleibe eigentlich.
Abschließend erklärte Hofmann noch: „Haaland will auch Torschützenkönig werden und dass er dann draußen sitzt… Weiß ich nicht, ob er damit einverstanden war.“