Leroy Sané und die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Glück: Der Führungstreffer des früheren Münchners im dritten WM-Gruppenspiel gegen Ecuador (2.) hätte nicht zählen dürfen. Dem Tor beim 1:2 ging ein Foulspiel des Bayern-Profis Aleksandar Pavlovic voraus, der seinen Gegenspieler Pedro Vite mit hohem Bein im Gesicht traf, als dieser zum Kopfball gehen wollte.
So durfte sich Sané über einen historischen deutschen Moment freuen. Denn seit 1934 hatte niemand im DFB-Dress so früh in einem Endrundenspiel getroffen. Damals hatte Ernst Lehner schoss damals in der ersten Minute für das Deutsche Reich gegen Österreich in Neapel beim Spiel um Platz 3 das 1:0 und ebnete so den Weg zum 3:2. Nun brauchte Sané 92 Jahre später exakt 109 Sekunden und war nah am Rekord dran.
„Ist aus meiner Sicht eine sehr mutige Entscheidung“, sagte der DFB-Schiedsrichter-Lehrwart Lutz Wagner in der ARD über die Anerkennung des Tores durch die Unparteiische Tori Penso (USA): „Das wundert mich sehr, dass da kein Einspruch vom VAR gekommen ist. Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn das Tor zurückgenommen worden wäre.“
Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich bekräftigte dies bei MagentaTV: „Regeltechnisch ist das für mich ein klares Foul. Das Tor hätte nicht zählen dürfen, da lege ich mich fest. Der Kopf ist auch nicht zu tief, der Fuß ist viel zu hoch – und er trifft ihn.“