Brasilien drei, Schottland null. So die niederschmetternde Wahrheit am Donnerstagmorgen für das Team von der Insel. Die Wahrscheinlichkeit auf den Einzug in die K.o.-Phase reduzierte das Ergebnis drastisch – Ausgang ungewiss.

Entsprechend bedient zeigte sich Schottland-Coach Steve Clarke nach der Partie, als er vor die Presse trat. Zwei frostige Antworten lieferte der schottische Trainer einer BBC-Journalistin: „Wir haben es uns selbst schwer gemacht, das war’s. Wir haben ihnen die Tore gegeben, wir haben ihnen das Spiel gegeben, das sie wollten. Enttäuschend.“

Als Clarke zur Chance aufs Weiterkommen befragt wurde, verließ er das Live-Interview und ließ die Reporterin stehen.

War nach der Niederlage gegen Brasilien äußerst bedient: Schottlands Trainer Steve Clarke
War nach der Niederlage gegen Brasilien äußerst bedient: Schottlands Trainer Steve Clarke War nach der Niederlage gegen Brasilien äußerst bedient: Schottlands Trainer Steve Clarke © IMAGO/Sports Press Photo

„Entschuldigung, daran will ich gar nicht denken“, sagte Clarke noch beiläufig im Weggehen.

Es wird offenkundig, wie ungewiss sich die Situation für Schottland darstellt – und welcher Druck entsprechend vorherrscht. Mit nur drei Punkten und einer Tordifferenz von minus drei ist die Aussicht auf das Weiterkommen alles andere als rosig.

WM 2026: Schottland muss um Weiterkommen bangen

Aktuell sind die Schotten der siebtbeste Gruppendritte des Turniers. Da neun Gruppen aber den dritten Spieltag noch nicht absolviert haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Bravehearts im Ranking der Tabellendritten noch abrutschen.

Sollten beispielsweise Belgien (gegen Neuseeland) und das Sensationsteam von den Kap Verden (gegen Saudi-Arabien) ihre abschließenden Partien siegreich gestalten können, wäre Schottlands WM-Märchen ausgeträumt.

Coach Clarke gestand seine Sicht der Dinge noch in der Nacht: „Ich glaube, wir gehen nach Hause.“ Rumms.

WM 2026: Clarke: „Wir gehen nach Hause“

Etwas hoffnungsvoller blickte dagegen noch Mittelfeldspieler McGinn in die Zukunft: „Es ist unwahrscheinlich, aber wir warten jetzt ab. Hoffentlich ist die Reise noch nicht vorbei.“

Gut möglich also, dass bei der Clarke-Elf bereits vor dem letzten Gruppenspiel der WM am Sonntag (Algerien gegen Österreich, 4 Uhr, live im SPORT1-Ticker) das Ausscheiden besiegelt ist.