175 von 179 – eine Quote von 97,8 Prozent. Das sind die beeindruckenden Passstatistiken von Ex-Bayern-Profi Chris Richards im Dress der USA nach zwei Spielen bei der laufenden WM.
Seit der Endrunde 1966 konnte nur ein Spieler bei mindestens 100 Passversuchen eine noch höhere Quote erreichen. Der Rumäne Gheorghe Popescu kam 1994 – ebenfalls in den USA – sogar auf 98,4 Prozent (122 von 124).
Innenverteidiger Richards brachte beim Sieg gegen Australien (2:0) 92 seiner 96 Pässe bei seinen Mitspielern an. Damit konnte er allerdings nicht ganz an seine Leistung vom Auftaktspiel anknüpfen. Dort hatte er sich keinen einzigen Fehlpass erlaubt und alle 83 Pässe erfolgreich gestalten können – und damit Geschichte geschrieben.
WM: USA schielt auf den Gruppensieg
Mit einem erneut starken Richards schafften die US-Amerikaner darüber hinaus den vorzeitigen Einzug in das neu geschaffene Sechzehntelfinale. Durch die Niederlage der Türkei gegen Paraguay steht der Co-Gastgeber sogar bereits als Gruppenerster fest.
Zwischen 2018 und 2022 stand der inzwischen 26 Jahre alte Richards beim FC Bayern unter Vertrag, konnte sich dort aber nie nachhaltig durchsetzen. Insgesamt eineinhalb Jahre war er an die TSG Hoffenheim ausgeliehen, bevor es ihn zu Crystal Palace in die Premier League zog.