Das Traumtor von Siphiwe Tshabalala im Eröffnungsspiel der Heim-WM 2010 gegen Mexiko ist südafrikanische Fußballgeschichte – als Motivationshilfe für die Neuauflage sollen die Bilder von damals der neuen Generation der „Bafana Bafana“ aber nicht dienen. „Wir haben nicht über die WM 2010 gesprochen. Als Team wollen wir unsere eigene Geschichte schreiben“, sagte Nationalspieler Teboho Mokoena vor dem WM-Auftakt gegen den Co-Gastgeber in Mexiko-Stadt am Donnerstag (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV).
Viel hat Mokoena, heute 29 Jahre alt, ohnehin nicht von der Partie vor 16 Jahren behalten, als Tshabalala sein Team in der 55. Minute mit einem strammen Schuss in Führung gebracht hatte. Letztlich endete das Spiel 1:1. „Ich erinnere mich nur an das Tor von Tshabalala. Ich war noch jung“, sagte er. Sein Trainer Hugo Broos fügte an: „Das war ein toller Moment. Aber jetzt ist 2026. Wir spielen das Eröffnungsspiel gegen Mexiko. Die Jungs sind motiviert genug. Sie brauchen das Tor von Tshabalala nicht. Aber es ist eine schöne Erinnerung.“
Erstmals seit 2010 sind die Südafrikaner wieder für eine WM qualifiziert. Bei ihrer vierten Teilnahme wollen sie erstmals die Vorrunde überstehen. In der Gruppe A warten neben Mexiko noch Südkorea und Tschechien. „Manche Menschen erwarten schon, dass wir Weltmeister werden. Das ist vielleicht etwas unrealistisch. Aber auf der anderen Seite spüren wir die Wärme und die Unterstützung der Südafrikaner“, sagte Broos.