Auch nach dem Abpfiff des WM-Eröffnungsspiels zwischen Co-Gastgeber Mexiko und Südafrika (2:0) war die politische Lage rund um die USA und Präsident Donald Trump Gesprächsthema. ZDF-Experte Christian Streich wählte in der TV-Übertragung deutliche Worte.
„Leider muss man sagen, dass die USA auf dem Weg ist, eine Autokratie zu werden und dass eben keine Gewaltenteilung mehr stattfindet. Das ist meine persönliche Meinung“, erklärte er auf Nachfrage von Moderator Jochen Breyer zur politischen Entwicklung.
„Aber ich glaube, das ist jetzt nicht so schwierig, das zu erkennen, wenn man die Führungskräfte in diesem Land sieht. Und den anderen, den will ich gar nicht mehr beim Namen nennen, weil der wird eh viel zu viel genannt“, fuhr Streich fort. Gemeint ist damit offenbar Präsident Trump.
Streich gilt als Kritiker von Trump und Infantino
Streich habe die Entwicklungen genauestens verfolgt und beobachte, dass ein demokratisches Land immer mehr in eine Autokratie hineingerate, „aufgrund von Führungskräften, die autokratisch vorgehen, die demokratische Prozesse verhindern und sich über Gerichtsbarkeit hinwegsetzen“.
Schon vor der Eröffnung sorgten mehrere Vorgänge für Aufruhr. Unter anderem wurde dem somalischen Schiedsrichter Omar Artan die Einreise verwehrt. Außerdem darf sich die Nationalmannschaft des Iran aufgrund des anhaltenden Konfliktes beider Länder nur an Spieltagen in den USA aufhalten.