Seit seiner überraschenden Nominierung für den WM-Kader ist Manuel Neuer das große Thema in der deutschen Nationalmannschaft.
Der Torwart vom FC Bayern, der seine Karriere im DFB-Team nach der Heim-EM 2024 schon beendete hatte, soll nun doch wieder im deutschen Tor stehen.
Für Thomas Müller ist die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann nachvollziehbar.
„Manu war die ganze Saison über beim FC Bayern die Nummer 1. Er hat auch in den großen, ganz wichtigen Spielen gespielt und dort auch ganz klar zeigen können, wozu er immer in der Lage ist. Dann muss er mit. Das ist für mich auch ganz klar die logische Entscheidung, dass Manu dann auch im Tor steht“, sagte Müller, der bei der WM als Experte für Magenta arbeitet.
Thomas Müller über Neuer: „Wir dürfen nicht überinterpretieren“
Gleichzeitig aber warnt der 36-Jährige vor übertriebener Euphorie rund um seinen ehemaligen Teamkollegen vom FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft.
„Wir dürfen auch nicht überinterpretieren, dass wir jetzt Manuel im Tor haben und dann spielen wir viel besser oder die Ergebnisse kommen von allein“, betonte Müller. „Ein Torwart ist genau wie jeder einzelne Spieler im vorderen Bereich, der vielleicht auch hochtalentiert ist, ein kleines Element, ein kleiner Baustein auf dem Weg zum mannschaftlichen Erfolg.“
Deswegen lautet seine Devise: „Nicht durchdrehen!“
Dabei ist derzeit noch gar nicht klar, ob Neuer überhaupt bis zum Auftaktspiel der deutschen Mannschaft gegen Curacao am 14. Juni fit wird.
Der Weltmeister von 2014 nahm nach seiner vor drei Wochen erlittenen Wadenverletzung auch nicht am Abschlusstraining für das letzte Testspiel am Samstag (20.30 Uhr im LIVETICKER) gegen die USA in Chicago teil und fällt damit wohl für die WM-Generalprobe aus.