Olaf Thon begrüßt das Comeback von Manuel Neuer in der Nationalmannschaft und geht davon aus, dass die Bayern-Riege der DFB-Elf einen großen Anteil an der Rückkehr des Schlussmanns hat.
„Der Torhüter soll ja den Rückhalt geben und ich glaube, gerade die Bayern-Spieler werden sich dafür ausgesprochen haben, dass Manuel Neuer zurückkehrt“, meinte Thon, der 1990 mit Deutschland Weltmeister wurde, bei WM Aktuell bei SPORT1: „Ich kann mir vorstellen, dass Manuel Neuer gesagt hat: Wenn Not am Mann ist…“.
Aus sportlicher Sicht kann der 60-Jährige die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann nachvollziehen. Schließlich „sollen ja eigentlich die besten Spieler dabei sein und Manuel Neuer ist der bessere Torhüter als Baumann und Nübel und von daher berechtigterweise dabei“.
Um Neuers Fitnesszustand macht sich Thon keine Sorgen. Er geht davon aus, dass der Keeper den letzten Test der DFB-Elf gegen die USA (6. Juni im LIVETICKER) bestreiten kann.
„Wenn wir ihn beim Torwarttraining jetzt auch sehen, scheint er relativ fit zu sein“. Wegen Wadenproblemen verpasste der FCB-Keeper das DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart (3:0) und fehlte auch beim DFB-Testspiel gegen Finnland (4:0) im Kader. Jüngst kehrte der fünfmalige Welttorhüter zurück ins Teamtraining der deutschen Nationalelf.
„Wir gehören nicht zum Favoritenkreis“
Auch mit einem fitten Neuer sieht Thon die DFB-Auswahl nicht im engeren Kreis der Titelanwärter: „Wir sind auf dem Weltranglistenplatz zehn und haben jetzt gegen Finnland eine gute Partie abgeliefert, aber wir gehören nicht zum Favoritenkreis.“ In diesem Kreis sieht der gebürtige Gelsenkirchener andere Top-Nationen wie Argentinien, Spanien, Frankreich und England.
Mit Sorge blickt der TV-Experte dabei auf den Turnierbaum, der der Nagelsmann-Elf bei einem Gruppensieg droht: „Wenn wir Erster werden in der Gruppe, lauert Frankreich im Achtelfinale und daher wird es ganz schwer, weit zu kommen.“ Die Konsequenz? „Wenn die Mannschaft ins Viertelfinale kommt, wäre es für mich schon ein Erfolg.“