Granit Xhaka lief an, traf vom Elfmeterpunkt zum Endstand – und drehte mit einer eindeutigen Jubelgeste ab.
Der Schweizer Kapitän bildete mit seiner rechten Hand einen Schnabel und ließ ihn schnattern, „lass sie reden“, sollte das wohl heißen. Und kurz nach dem erlösenden 4:1 (0:0) über Bosnien-Herzegowina äußerte sich Xhaka ausführlicher.
„Es gibt immer viel Unruhe über mich, es wird viel geschrieben – das wird von meiner Seite auch ein bisschen provoziert“, sagte der Mittelfeldstar bei MagentaTV.
Xhakas deutliche Worte in Richtung Kritiker
Und ein paar deutliche Worte als Reaktion auf die kritischen Stimmen hatte er auch noch parat: „Vielleicht könnte man auch einfach stolz sein auf einen Spieler, der schon 148 Spiele gemacht hat für das Trikot, für dieses Land? Aber ich kenne das nicht anders und für mich passt das.“
Zugleich räumte der 33-Jährige ein: „Vielleicht brauche ich ja auch ein bisschen diese Provokationen, diese Meinungen von außen.“
Für ihn zähle nur, was auf dem Platz passiert. „Für mich zählt, dass die Mannschaft hinter mir steht, dass der Trainer hinter mir steht. Dieses Gefühl habe ich von den ersten Tagen an bis heute gehabt und alles andere ist nicht meine Sache“, betonte Xhaka.
Nach dem äußerst enttäuschenden 1:1 zum WM-Auftakt gegen Katar hatte es Berichte über eine negative Atmosphäre im Schweizer Lager gegeben, im Mittelpunkt: Der Kapitän.
Brisanter Xhaka-Jubel – „Vielleicht habe ich das auch provoziert“
Bericht über eine „toxische Richtung“ im Team
Die Boulevardzeitung Blick stützte sich auf „mehrere Quellen“, nach denen einige Spieler der Eidgenossen aufgrund der strengen Ansagen des Anführers „verunsichert seien oder sich nicht wohlfühlen im Camp“. Laut Blick gehe es gar in eine „toxische Richtung“.
Am Donnerstag stand Xhaka über die gesamte Spielzeit auf dem Feld, lange tat sich die Schweiz schwer.
Der Freiburger Johan Manzambi traf nach seiner Einwechslung dann doppelt (74./90.), zudem waren Ruben Vargas (84.) und eben Xhaka (90.+7, Foulelfmeter) erfolgreich. Die Nati hat mit vier Punkten in Gruppe B nun gute Chancen auf das Weiterkommen.
—–
Mit Sport-Informations-Dienst (SID)