NORWEGEN – FRANKREICH (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV)

Gruppe I, Boston

WISSENSWERTES: Frankreich muss im Showdown um den Gruppensieg ohne Didier Deschamps auskommen. Nach dem Tod seiner Mutter reiste der Nationaltrainer in die Heimat und wird an der Beerdigung teilnehmen. Dass seinem Assistenten Guy Stéphan, der Deschamps vertritt, die volle Aufmerksamkeit zuteil wird, ist allerdings nicht anzunehmen. Denn das Stürmerduell der Superlative zwischen Frankreichs Turbosprinter Kylian Mbappé und dem norwegischen Super-Vollstrecker Erling Haaland elektrisiert Experten wie Fans.

SENEGAL – IRAK (21.00 Uhr/MagentaTV)

Gruppe I, Toronto

WISSENSWERTES: Senegal steht unter Druck. Um noch eine Chance auf das Sechzehntelfinale zu haben, müssen die Löwen von Teranga im letzten Vorrundenspiel unbedingt gewinnen. Zur Unzeit kommen da die neuen Unruhen um nicht gezahlte Prämien und schlechtes Essen sowie das Vertrags-Hickhack um den Trainer. Nach den Niederlagen gegen Frankreich (1:3) und Norwegen (2:3) droht gegen den Irak (ebenfalls 0 Punkte) der vorzeitige WM-K.o., nach dem aberkannten Afrika-Cup-Titel wäre es der nächste Tiefschlag für den stolzen Senegal.

URUGUAY – SPANIEN (Sa. 02.00 Uhr/MagentaTV)

Gruppe H, Guadalajara

WISSENSWERTES: Lamine Yamal und seine Spanier ziehen bei einem Sieg als Gruppenerster in die K.o.-Runde ein. Selbst ein Remis dürfte dafür reichen. Interessant wird es, wenn der Europameister verliert. Dann würde Uruguay vorbeiziehen und womöglich auch Kap Verde. Doch daran verschwendet Yamal keinen Gedanken. Nach seinem Premierentreffer bei einer WM gegen Saudi-Arabien (4:0) will der 18-Jährige unbedingt nachlegen.

KAP VERDE – SAUDI-ARABIEN (Sa. 02.00 Uhr/MagentaTV)

Gruppe H, Houston

WISSENSWERTES: Kap Verde hat gute Chancen, sein WM-Märchen zu krönen. Nach den beiden Remis gegen Spanien (0:0) und Uruguay (2:2) winkt dem Land mit seinen nur rund 525.000 Einwohnern beim WM-Debüt tatsächlich die K.o.-Runde. Ein Sieg gegen Saudi-Arabien reicht sicher zum Weiterkommen, selbst der Gruppensieg ist theoretisch noch drin. „Egal, wie klein du auch bist, wenn du den Willen hast, für das zu kämpfen, was du haben willst, dann erreichst du es auch meistens“, sagte Trainer Pedro Leitao „Bubista“ Brito. Auch Saudi-Arabien (1 Punkt) darf sich noch berechtigte Hoffnungen auf ein Weiterkommen machen.

NEUSEELAND – BELGIEN (Sa. 05.00 Uhr/MagentaTV)

Gruppe G, Vancouver

WISSENSWERTES: Was ist mit Kevin De Bruyne los? Das fragen sich die Menschen in der belgischen Heimat. Der 34-Jährige sei wie ein „abgehalfterter Schauspieler, der jede x-beliebige Rolle annimmt, um in Hollywood weiter zu existieren“, spottete die Zeitung La Libre Belgique nach dem 0:0 gegen den Iran. Nur ein Sieg zum Gruppenabschluss gegen den Weltranglisten-85. garantiert den „Roten Teufeln“ das Weiterkommen, ansonsten blüht der einstmals als „Goldene Generation“ gefeierten Combo um De Bruyne ein Vorrunden-K.o. wie bei der letzten WM in Katar.

ÄGYPTEN – IRAN (Sa. 05.00 Uhr/MagentaTV)

Gruppe G, Seattle

WISSENSWERTES: Dass es im „Pride Match“ sportlich für beide Teams noch um so viel geht, gerät angesichts der Diskussionen im Vorfeld ein bisschen in Vergessenheit. Die Begegnung fällt auf ein Wochenende, an dem in der Stadt traditionell die LGBTQI+-Community feiert – offensichtlich ganz zum Missfallen der beteiligten Verbände. Der Weltverband FIFA sei über die „gemeinsame Position beider Länder“ informiert worden, hieß es von iranischer Seite. Man erwarte, dass „die notwendigen Schritte“ unternommen werden, „um sicherzustellen, dass keine entsprechenden Zeremonien oder Werbeaktionen im Stadion oder im Rahmen des offiziellen Spielgeschehens stattfinden“. Der Sprecher fügte laut „The Athletic“ hinzu, dass der iranische Verband der FIFA mitgeteilt habe, dass er keine Symbole oder Darstellungen der „Bewegung“ im Stadion sehen wolle. Die Veranstalter hatten das Spiel zum „Pride Match“ ausgerufen, noch bevor die Paarung festgestanden hatte.