Die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko läuft seit etwas mehr als einer Woche und seitdem ist auch Thomas Müller als Experte vor Ort für MagentaTV im Einsatz.

Die Legende des FC Bayern hat Gefallen an der Rolle gefunden – trotz der großen Aufregung, die ein berühmt gewordener Austausch mit Kollege Jürgen Klopp verursacht hat.

Thomas Müller spricht über seine Rolle als WM-Experte bei MagentaTV
Thomas Müller spricht über seine Rolle als WM-Experte bei MagentaTVThomas Müller spricht über seine Rolle als WM-Experte bei MagentaTV© IMAGO/DeFodi Images

Müller hat eine klare Marschroute

„Ich stelle bereits jetzt fest, wie viel Freude mir das Ganze bereitet – vor allem die Arbeit in den Stadien mit meinen Kolleginnen und Kollegen“, erklärte der Weltmeister von 2014 im Interview mit T-Online und fügte hinzu: „Es macht mir Spaß, Spielszenen genau zu analysieren, die der Zuschauer vor dem TV-Bildschirm vielleicht nicht auf den ersten Blick sieht.“

Müller meinte, dass er genau in solchen Momenten mit seiner langjährigen Fußballerfahrung auch die ein oder andere interessante Information liefere, mit der er das Spiel und die WM für die Fans etwas erlebbarer mache.

Gleichzeitig betonte der 35-Jährige, der in Kanada bei den Vancouver Whitecaps unter Vertrag steht: „Meine Marschroute als Experte ist klar: Selbst wenn ich mal etwas Kritisches sage, dann geht es nie darum, irgendjemanden bloßzustellen oder zu attackieren. Ich beobachte und benenne die Dinge so, wie ich sie sehe und fühle.“

Hierbei sei ihm bewusst, dass er auch Aussagen tätigen würde, die „schlagzeilentauglich sind“, darauf werde er aber in seiner „Analyse und auch in meiner Art und Weise keine Rücksicht“ nehmen. Aus diesem Grund stellte Müller klar: „Wenn ich das Gefühl habe, das ist das, was ich eigentlich sagen will, dann werde ich das trotzdem tun, auch wenn es mal etwas süffisant rüberkommt.“

Klopp und Nagelsmann? „Dabei sollten wir es jetzt auch belassen“

Müller ist auch betont unbeirrt von den großen Wellen, die sein flapsiger Dialog mit Experten-Kollege Jürgen Klopp entstand – inklusiver einer vielsagenden Stichelei von DFB-Sportdirektor Rudi Völler („Ihr seid ja mehr für die Komik zuständig“).

„Ja und Nein“, antwortete Müller auf die Frage, ob er den Wirbel um den Dialog nachvollziehen könne: „Jürgen Klopp hat sich bei Julian Nagelsmann entschuldigt und dabei sollten wir es jetzt auch belassen und zu den wirklich wichtigen Dingen zurückkehren. Unsere Nationalmannschaft hat ein wirklich starkes erstes Spiel gezeigt. Das macht Lust auf mehr.“

Auch zu Völlers Rat, einen Trainerschein zu machen, äußerte sich Müller nochmals. „Wenn der Tag gekommen ist, an dem ich meine Spielerkarriere beende, dann will ich erst einmal in mich reinhorchen, ob mir was fehlt vom Fußballgeschäft. Grundsätzlich bin ich offen und an verschiedensten Ausbildungswegen interessiert“, erklärte er.

Müller führte aus: „Ich kann mir durchaus vorstellen, Programme bei Verbänden oder Vereinen zu durchlaufen. Aktuell bin ich auf nichts festgelegt und neugierig auf die Zeit nach der aktiven Spielerkarriere. Das muss dann gar nicht zwangsläufig etwas mit Fußball zu tun haben. Der genaue Weg ist aber aktuell noch undefiniert, weil ich ja noch als Spieler in Vancouver einige sportliche Ziele verfolge.“