Die finnische Fußball-Nationalmannschaft hat es nicht leicht. „Jalkapallo“, also Fußball, steht im hohen Norden traditionell im Schatten von „Jääkiekko“, Eishockey. Erst recht, wenn die finnischen Löwen wie gerade bei der WM um Medaillen kämpfen. Ein Sieg der Fußballer um Kapitän Lukas Hradecky gegen den viermaligen Weltmeister Deutschland am Sonntag (20.45 Uhr) in Mainz würde sicher helfen, etwas mehr Aufmerksamkeit zu erhaschen. Doch die nach dem Vogel „Bubi“, der 2007 beim Spiel gegen Belgien auf dem Tor saß, „Uhus“ genannten „Huuhkajat“, geben sich wenig Illusionen hin.

„Das ist natürlich eine große Herausforderung für uns“, sagt der dänische Trainer des Weltranglisten-73., Jacob Friis. Er spricht von einer „guten Gelegenheit, um zu sehen, wie nah wir dran sind oder ob wir ein Ergebnis holen könnten, wenn es ein Quali-Spiel wäre.“

Finnland hat die WM trotz eines überraschenden 2:1 gegen Polen klar verpasst, gegen Fußball-Zwerg Malta gab es ein blamables 0:1. Die EM 2021 mit dem Aus in der Vorrunde ist bislang der einzige Auftritt bei einem großen Turnier.

Einige Bundesliga-Legionäre dabei

„Wir wollen herausfinden, wie wir gegen solche Topteams spielen, ob wir gut genug sind, sie irgendwie herauszufordern“, sagt Friis daher über das Duell mit der DFB-Elf, „auch wenn es sehr schwierig werden wird.“

Helfen sollen neben den vier Deutschland-Legionären Doni Arifi aus Fürth, Adam Markhiev vom 1. FC Nürnberg, Benjamin Källman (Hannover 96) und Naatan Skyttä vom 1. FC Kaiserslautern zwei alte Bekannte: Der frühere Leverkusener Hradecky (AS Monaco) im Tor und Joel Pohjanpalo. Der Stürmer, in der Bundesliga einst für Bayer und Union Berlin auf Torejagd, wurde in Palermo erneut Torschützenkönig der Serie B. Ein echter Hingucker im „Jalkapallo“.

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