Manuel Neuer steht bei der WM tatsächlich als Nummer eins im DFB-Tor, wie Bundestrainer Julian Nagelsmann am Donnerstag bestätigte. Oliver Baumann und Alexander Nübel vervollständigen das Torwart-Trio – und mit Jonas Urbig fliegt sogar ein vierter Keeper zum Turnier nach Nordamerika.
Der 22-Jährige vom FC Bayern steht zwar nicht im offiziellen WM-Kader, soll die Nationalmannschaft aber im Training unterstützen. „Der Hauptgrund ist: Wir wollen im Training einen vierten Torwart zur Verfügung haben, der sich in alles reinwirft, der immer Vollgas gibt“, erklärte Nagelsmann.
Der Bundestrainer fuhr fort: „Die Spieler wollen nach jedem Training noch 45 Minuten schießen, das dürfen sie nicht immer, aber gelegentlich. Und dann ist es schon gut, wenn man die Belastung auf mehrere Personen verteilen kann. Deswegen ist Jonas verdientermaßen dabei.“
Nagelsmann lobt Urbig: „Gibt der Gruppe eine gute Energie“
Nagelsmann ist sich sicher, dass Urbig seine Rolle „sehr gut“ ausüben werde. „Auch bei Bayern natürlich, in der Spielzeit, die er hat, hat er es sehr gut gemacht“, fügte der Coach an. „Er ist ein aufgewecktes Kerlchen, gibt der Gruppe auch eine gute Energie.“
Ein weiterer Vorteil, Urbig als Trainingstorhüter zu berücksichtigen: Der Keeper ist schon vor Ort, falls eine Nachnominierung zwischen den Pfosten nötig sein sollte. Das merkte auch Nagelsmann an: „Es ist schon super weit, bis einer aus Deutschland dahinfliegt.“ So könne man auf gewisse Situationen reagieren, die passieren können.
Im März hatte Nagelsmann Urbig erstmals für das DFB-Team nominiert. Zu einem Einsatz kam der frühere Kölner zwar noch nicht, aber beim FC Bayern stellte er jüngst als Vertreter von Neuer immer wieder unter Beweis, dass man auf ihn zählen kann, wenn man ihn braucht.
Bei der Heim-EM 2024 hatte – unter anderen logistischen Voraussetzungen – noch Jan Reichert vom 1. FC Nürnberg als Ergänzungsspieler fürs Training fungiert.