BVB-Berater Matthias Sammer hat sich in einem Interview mit Sky zur deutschen Nationalmannschaft geäußert. Dabei sprach der ehemalige Nationalspieler – vor dem Anpfiff des Testspiels gegen Ghana – auch über den Umgang mit Leroy Sané.

„In solchen Phasen – jetzt der März, dann wartet die WM – wird viel geredet, alles wird übertrieben dargestellt“, begann Sammer und ergänzte: „Deshalb versuche ich, mich ein bisschen zurückzuhalten und zu sagen: ‚gucken, analytisch vorgehen, nach vorne blicken.‘“

Matthias Sammer kritisiert den Umgang mit Leroy Sané
Matthias Sammer kritisiert den Umgang mit Leroy Sané Matthias Sammer kritisiert den Umgang mit Leroy Sané © IMAGO/STEINSIEK.CH

DFB: Sammer kritisiert deutsche Öffentlichkeit

Zu einigen Themen rund um das DFB-Team hatte Sammer aber dennoch etwas zu sagen. Dabei kritisierte er unter anderem auch das Standing Sanés in der Öffentlichkeit mit Blick auf dessen Formdelle und eine mögliche WM-Nominierung.

„Er kann etwas im Eins gegen eins, in der Geschwindigkeit, was er auch in den letzten Qualifikationsspielen gezeigt hat. Da hieß es: Sané 1000 Prozent. Jetzt sagen wir: Sané 0 Prozent“, sagte Sammer, ehe er sein Urteil fällte: „Das ist für Deutschland ein bisschen unwürdig.“

Die Entscheidung sollte dem Bundestrainer überlassen werden, fasste Sammer zusammen. Zweifelsohne, „kann man über Leroy sagen: ‚Ja, das war vielleicht jetzt gerade nicht gut genug.‘“ Dennoch sei bis zur Nominierung noch genug Zeit, weswegen „er sich nochmal in eine bessere Verfassung bringen und dann auch wieder regelmäßig spielen kann“.

Das Thema Sané bewegte dann auch am Abend in Stuttgart die Gemüter: Der ehemalige Bayern-Star wurde bei seiner Einwechslung für Nick Woltemade in der 78. Minute ausgepfiffen – rechtfertigte dann aber mit der Vorlage für Deniz Undavs Siegtor zum 2:1 seine Präsenz.

Sammer rät: Vertraut Bundestrainer Nagelsmann

Die Thematik um die geringen Einsatzminuten von Deniz Undav beim DFB wollte Sammer nicht groß kommentieren: „Ich kriege es mit, lese auch einiges, aber ich bin gerade amüsiert, welche Diskussionen wir führen – über einzelne Personen.“

Sein Rat lautet: „Man sollte einem Bundestrainer ein Stück weit vertrauen.“