Auf Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler hat der Auftakt der Leichtathletik-WM in Doha einen erschütternden Eindruck gemacht: „Die ersten Tage im TV waren schon traurig und ernüchternd. Das war nicht die Sportart, die ich liebe“, sagte der 28-Jährige, der auch Athletensprecher im Weltverband IAAF ist.
Am Freitag startet die Leichtathletik-WM in Doha/Katar mit einigen deutschen Talenten. SPORT1 zeigt, wer sich Chancen auf eine Medaille ausrechnen kann.
„Ich würde mir wünschen, dass man in Länder und in Stadien geht, wo das besser präsentiert wird, wofür wir leben“, ergänzte er.
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Röhler, der am Samstag mit der Qualifikation in die WM startet, verwies als Gegenbeispiel auf die Weltmeisterschaften 2017 in London. „Das ist, wie Leichtathletik aussieht, warum wir diesen Sport lieben. Das war mein Traum“, sagte der Jenaer.
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Sorgen bereitet Röhler zudem der Blick auf die Nachhaltigkeit der laufenden Wettbewerbe und vor allem der Fußball-WM 2022.
„Ich habe eben den Taxifahrer gefragt, wie er das alles findet. Der hat gesagt, das ist ein Riesenevent, aber er wusste auch nicht, was aus den acht Fußballstadien nach der WM wird“, sagte Röhler: „Als Rio-Olympiasieger habe ich auch da mal zurückgeblickt, die veralteten Stätten gesehen. Es ist immer traurig, wenn die Nachhaltigkeit nicht funktioniert.“