Gründe zur Frustration hätten sie bei 1860 München genug: Erneuter Zwangsabstieg, Chaos um Investor Hasan Ismaik, sogar das ikonische Löwen-Wappen hat man verloren. Dennoch ist die Euphorie in München-Giesing ungebrochen, der TSV erlebt einen regelrechten Sturm auf die Dauerkarten für die kommende Saison.

Nach gerade einmal vier Stunden waren bereits 3600 Tickets über die virtuelle Ladentheke gegangen, nach einem Tag waren es schon mehr als 5.000, wie die Bild vermeldet. Für die finanziell am Boden liegenden Löwen Balsam auf die geschundene Seele. Ein Stehplatz kostet 285 Euro für die gesamte Saison, ein Sitzplatz 589 Euro.

Teil des Hypes bei 1860: Florian Niederlechner
Teil des Hypes bei 1860: Florian NiederlechnerTeil des Hypes bei 1860: Florian Niederlechner© IMAGO/Oryk HAIST

Großer Andrang auf Dauerkarten bei 1860 München

Bei 9.500 Karten soll der Verkauf dann gestoppt werden. In das Stadion an der Grünwalderstraße passen nämlich lediglich 15.000 Zuschauer. Bei einem vorgeschriebenen Kontingent von mindestens 1.500 Tickets für Gästefans blieben dann noch 4.000 für den freien Verkauf und VIP-Plätze.

Das Besondere: Viele Fans hatten sich bereits vor dem Zwangsabstieg ihre Dauerkarte für die dritte Liga gesichert und schlugen nun noch ein zweites Mal für die Regionalliga zu.

Auch abseits der Eintrittskarten versammeln sich die Sechzger nach den abermaligen Tiefschlägen jetzt erst recht hinter ihrer Mannschaft. 29.000 Mitglieder vermeldete der TSV München von 1860 e.V., so viele wie noch nie zuvor.

Alleine seit diesem Juni habe es 2000 Neu-Eintritte gegeben. 99 Euro pro Jahr kostet die „Normale Mitgliedschaft“ für einen Erwachsenen. Auch das sind Einnahmen, die der Traditionsklub dringend gebrauchen kann.

Ebenso wie die Unterstützung von Sponsoren. Mit dem Versicherungsunternehmen „Dialog“ vermeldete der Verein jüngst einen neuen Haupt- und Trikotsponsor.