Fußball-Nationalspielerin Laura Freigang bleibt Kapitänin von Eintracht Frankfurt. Das gab Trainer Niko Arnautis vor dem Start in die Champions-League-Qualifikation gegen Omonia Nikosia am Mittwoch (19.00 Uhr) bekannt.

„Laura Freigang ist auch in dieser Saison unsere Kapitänin. Alles weitere werden wir in der nächsten Woche bekanntgeben“, sagte der Coach am Tag vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison.

Laura Freigang mit Kapitänsbinde am Arm
Laura Freigang mit Kapitänsbinde am ArmLaura Freigang mit Kapitänsbinde am Arm© picture-alliance/HMB Media/SID/Madeleine Fantini

Freigang gehe mit der Situation um ihre Person gut um. „Es läuft ja nicht erst seit einer Woche“, sagte Arnautis: „Es ist ein Thema, das nachvollziehbarerweise Neugier weckt, aber für uns ist es kein Thema. Wir wissen, sie ist da und spielt. Wichtig ist, dass sie gut damit umgeht – das tut sie.“

In der Mannschaft werde das Thema entsprechend nicht viel diskutiert. „Wir als Team sitzen nicht jeden morgen im Sitzkreis zusammen und reden darüber. Wenn wir nicht jeden Tag daran erinnert würden, hätten wir es schon vergessen.“

Gegen Freigang laufen Ermittlungen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) prüft seit Anfang Juni mögliche Verstöße von Freigang gegen die Anti-Doping-Bestimmungen. Sie soll es dreimal innerhalb eines Jahres versäumt haben, ihren aktuellen Aufenthaltsort für den Fall von Dopingkontrollen korrekt anzugeben.

Das Verfahren des DFB-Kontrollausschusses sei „aufgrund des umfangreichen Sachverhalts und der komplexen medizinischen und rechtlichen Fragestellungen sehr zeitintensiv“, hatte der Verband zuletzt auf SID-Anfrage mitgeteilt.

Die Partie gegen die Vertreterinnen aus Zypern bildet für Freigangs Mannschaft nur die erste Hürde. Sollte Frankfurt das K.o.-Spiel gewinnen, wartet noch ein Duell mit dem Sieger der Partie Valerenga IF (Norwegen) gegen Malmö FF um den Sieg des Mini-Turniers.

Der Sieger rückt in die dritte Quali-Runde auf, die am 26. August und 2. September stattfindet. Die Auslosung für die finale Runde, die in Hin- und Rückspiel ausgetragen wird, erfolgt am 11. August (13.00 Uhr). Dann steigt auch Vizemeister VfL Wolfsburg in die Qualifikation ein.