Jürgen Klopp will nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann Bundestrainer werden. „Das Timing ist auch jetzt nicht perfekt. Trotzdem ist es besser als es jemals war. Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt. Also ich bin bereit“, sagte der Wunschkandidat des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Freitagabend bei MagentaTV.

Klopp sagte auch noch: „Es ist ein bisschen zu viel. Ich wollte nur auch heute das mal nutzen, um zu sagen, da draußen wird relativ viel geschrieben und da kann man auch mal was dazu sagen.“

Jürgen Klopp sprach über ein mögliches Engagement beim DFB
Jürgen Klopp sprach über ein mögliches Engagement beim DFBJürgen Klopp sprach über ein mögliches Engagement beim DFB© IMAGO/Passion2Press

Der DFB hat im Zuge der Trennung von Nagelsmann bereits bestätigt, dass er Kontakt zu Klopp (59) aufgenommen habe. Der Meistermacher von Borussia Dortmund und des FC Liverpool ist aktuell noch als „Head of Global Soccer“ an Red Bull gebunden.

Klopp kündigt intensive Gespräche an

„Ich hab einen bestehenden Vertrag mit Red Bull. Ich halte Verträge gerne ein. Aber ich habe Interesse an Gesprächen. Es werden intensive Gespräche sein müssen. Die Probleme, die wir aktuell haben, hängen nicht an der Personalie Julian Nagelsmann“, sagte Klopp: „Ich muss auch mit meinem Chef Oliver Mintzlaff reden. Ihm liegt der deutsche Fußball am Herzen. Red Bull muss sauber aus der Nummer rauskommen. Es ist nicht so einfach, da auszusteigen.“

Er gehe allerdings nicht davon aus, dass Mintzlaff eine echte Hürde darstellen wird: „Im Idealfall gibt es am Ende nur Gewinner nach so einer Geschichte.“

Seinen Job bei RB habe er bislang sehr genossen: „Ich bin da bereits 19 Monate dabei, die Öffentlichkeit möglicherweise fragt sich bis heute, was macht er da eigentlich ganz genau. Aber es war eine sehr intensive Zeit. Ich war in der ganzen Welt unterwegs, habe unendlich viel gelernt, ganz viel Erfahrung gesammelt und wir haben ganz viele Dinge verändert.“

Laut Klopp steht der deutsche Fußball „am Wendepunkt“: „Wir müssen jetzt Dinge grundlegend verändern. Ob das am Ende dann ich sein werde oder wer auch immer das sein wird, das ändert nichts daran, dass die Veränderungen notwendig sind.“