Ehrenpräsident Uli Hoeneß vom deutschen Rekordmeister Bayern München würde ein Comeback von Torhüter Manuel Neuer in der Nationalmannschaft begrüßen. „Wenn Manuel das will, dann habe ich überhaupt kein Problem damit. Ich würde mich sehr freuen, wenn er dahin fährt“, sagte Hoeneß am Rande der Münchner Meisterfeier auf dem Marienplatz dem BR und lieferte die Begründung gleich mit: „Weil er der Beste ist.“
Gleichzeitig schlug der Bayern-Macher aber auch kritische Töne an. “Ich wundere mich, dass man das Thema nicht eher geklärt hat.”
Hoeneß wollte Bundestrainer Julian Nagelsmann in der zuletzt wieder sehr heiß diskutierten Torhüter-Frage zwar keinen Vorwurf machen – gleichzeitig verwies er aber auf die warnenden Worte von Oliver Kahn, die er gerade bei SPORT1 verfolgt hatte.
Uli Hoeneß spricht über Diskussion im Doppelpass
„Ich habe gerade den Doppelpass gesehen, da hat Oliver Kahn klar gesagt, dass es einfach wichtig ist für einen Torwart, dass man frühzeitig weiß, woran man ist“, sagte Hoeneß: „Und das wird im Fall Baumann oder im Fall Neuer kaum noch möglich sein.“
Neuer, Baumann, Nagelsmann: Kahns deutliche Worte
Neuer war nach 124 Länderspielen und der Heim-EM 2024 aus der DFB-Auswahl zurückgetreten. Zuletzt wurde heftig über eine Rückkehr des 40-Jährigen für die WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) spekuliert, laut Sky soll sie bereits perfekt sein. Bundestrainer Julian Nagelsmann gab am Samstagabend im ZDF-Sportstudio keine konkrete Antwort.
„Da gibt es ja nur Gerüchte im Moment, und wir warten ab, wie die Dinge laufen“, sagte Hoeneß. Neuer muss aufgrund von muskulären Problemen in der Wade derzeit wieder kürzertreten. Ob er am Samstag im DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart im Tor stehen kann, ist noch nicht geklärt.
—– mit Sport-Informations-Dienst