Eine Ära bei den DFB-Frauen ist zu Ende gegangen!

Mit Dzsenifer Marozsan hat eines der prägenden Gesichter der DFB-Frauen die Bühne Nationalmannschaft verlassen. Die Star-Spielerin von Olympique striff sich im Testspiel gegen die Nationalmannschaft Brasiliens (1:2) zum 112. und letzten Mal den Dress der Frauen-Nationalmannschaft über.

„Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und sehr nah am Wasser gebaut. Ich bin selbst überrascht, dass ich noch so entspannt bin“, gab die 30-Jährige im Vorfeld ihres Abschiedsspieles gegen Brasilien einen Einblick in ihre Gefühlswelt. Grund für ihr vorzeitiges Karriere-Ende beim DFB ist Marozans lädiertes Knie.

In der 64. Spielminute erhob sich das ganze Stadion, als die langjährige DFB-Führungsspielerin für Bayern-Spielerin Lina Magull den Rasen betrat. Auch Marozsan konnte die 1:2-Pleite der DFB-Frauen gegen Brasilien nicht mehr abwenden.

DFB-Team kassiert erste Heimniederlage seit 2017

Vier Tage nach dem schmeichelhaften Erfolg (1:0) in den Niederlanden bestraften Tamires Britto (11.) und Ariadina Borges (38.) das DFB-Team, das im wichtigen Härtetest gegen die Selecao die erste Heimniederlage seit Oktober 2017 kassierte.

Daran änderte auch der Treffer der eingewechselten Jule Brand (90.+2) nichts. Auf dem Weg zur WM-Titeljagd in Australien und Neuseeland (20. Juli bis 20. August) müssen sich die Vize-Europameisterinnen deutlich steigern.

Die DFB-Frauen legten ähnlich holprig los wie in den Niederlanden. Ohne die sechsmalige Weltfußballerin Marta bestrafte Brasilien Popp und Co. für die dürftige Anfangsphase mit zahlreichen Fehlern. Tamires staubte ab, nachdem die etwas zögerliche Berger zunächst noch gegen Gabi Nunes zur Stelle war. Sara Doorsoun hatte sich zuvor verschätzt.

Marozsan bei Abschied eingewechselt

Das deutsche Team fand auch in der Folge kaum Lösungen gegen den giftigen Südamerikameister. Es dauerte bis zur 23. Minute, ehe Popp mit einem Freistoß erstmals für Gefahr sorgte.

Nach dem Weckruf suchte die DFB-Elf etwas schwungvoller den Weg nach vorne. Allerdings schlug erneut Brasilien zu: Eine Flanke von Ariadina segelte an allen vorbei ins lange Eck.

Mit der Einwechslung der Ausnahmekönnerin von Olympique Lyon startete die deutsche Mannschaft die Schlussoffensive. Marozsan versuchte noch einmal alles, entscheidende Akzente setzte sie aber nicht. Sydney Lohmann verzog zudem knapp (84.), Brand traf zu spät.

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Mit Sport-Informationsdienst (SID)