Das WM-Casting läuft!
172 Tage vor dem Turnierstart gegen Japan spielt das deutsche Team heute Abend in Bologna gegen Europameister Italien (ab 20.45 Uhr im SPORT1-LIVETICKER).
Seine Stammformation hatte Bundestrainer Hansi Flick am Tag vor dem Spiel noch nicht final im Kopf: „Es gibt viele offene Positionen. Das Abschlusstraining war nicht so, dass wir sofort mehr Klarheit hatten.“
Den wohl größten Konkurrenzkampf gibt es im zentralen Mittelfeld. Joshua Kimmich ist unter Flick auf der „Sechs“ gesetzt. Auch wenn es zuletzt im Zuge des Viertelfinal-Aus in der Champions League gegen Villarreal Kritik am Bayern-Star gab, hält der Bundestrainer an ihm fest.
Wer spielt neben Kimmich? Das sind die Optionen
Leon Goretzka: Nach langwierigen Patellasehnenproblemen, die ihn rund vier Monate außer Gefecht setzten, ist er wieder topfit. „Ich bin bereit“, sagte der Bayern-Star auf SPORT1-Nachfrage. Über den Konkurrenzkampf im Mittelfeld sagt der Ex-Schalker: „Für mich ist das kein Spagat. Das eine fördert das andere. Das will Hansi sehen, dass wir uns im Training gegenseitig pushen. Das geht Hand in Hand, das muss man nicht unter einen Hut bekommen.“ Vorteil Goretzka: Zu Bayern-Zeiten war der 27-Jährige unter Flick gesetzt. Im DFB-Trikot kommt er auf starke 14 Tore in 41 Spielen.
Ilkay Gündogan: War zuletzt im Manchester-Starensemble von Pep Guardiola nicht gesetzt. Ballerte City am letzten Premier-League-Spieltag aber mit seinem Doppelpack zum Titel. Im Nationaltrikot überzeugte der 31 Jahre alte Routinier allerdings nur selten. Problem: Die Rolle, die er über Jahre hinweg unter Pep auf der Insel hat, gibt es im Nationalteam nicht. „Ich weiß, dass ich eine gewisse Verantwortung innerhalb der Mannschaft habe“, sagte er im SPORT1-Interview. „Wenn ich fit bin, kann ich der Mannschaft mit meiner Qualität und Erfahrung weiterhelfen.“
Jamal Musiala: Das Mega-Talent im DFB-Team. Seit seinem überragenden Auftritt in den Niederlanden (1:1) im zentralen Mittelfeld ist das Bayern-Küken in Flicks Ansehen noch mehr aufgestiegen. Er kann mehrere Positionen spielen, fühlt sich selbst aber auf der „Zehn“ am wohlsten. In den Trainingseinheiten und Videoschulungen in Marbella und in Herzogenaurach war er oft bei den „Sechsern“ dabei.
Das erwartet Bundestrainer Flick von den Spielern
Eine weitere Option wäre der erneut nominierte Mainz-Profi Anton Stach. Im erweiterten Kreis sind zudem Julian Weigl (Benfica), Florian Neuhaus (Gladbach) und Mahmoud Dahoud (Dortmund), die diesmal allerdings nicht dabei sind.
Flick abschließend: „Ich erwarte von jedem Spieler eine Weiterentwicklung. Jeder Einzelne hat noch Luft nach oben, da gehört auch Joshua dazu. Wir haben in den letzten 14 Tagen die Aufgaben der Positionen besprochen. Da ist Klarheit wichtig. Wenn du mit zwei Sechsern spielst, dann müssen die gut aufeinander abgestimmt sein. Der Eine muss auf den Anderen aufpassen. Da haben wir im Trainer-Team aufmerksam gemacht.“
Der Dreikampf ist eröffnet!