Thomas Müller hat eine Teilnahme an der Winter-WM 2022 in Katar fest im Visier.

„Ich will in einem Jahr in der Verfassung sein, dass ich der Nationalmannschaft helfen kann. Das ist mein Ziel, darauf bin ich fokussiert. Ich muss aber erst einmal in der Verfassung sein“, sagte Müller nach dem ersten Training der deutschen Nationalmannschaft in Hamburg vor den WM-Qualifikationsspielen gegen Rumänien (WM-Qualifikation: Deutschland – Rumänien am Freitag ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) und in Nordmazedonien.

Einen längerfristigen Karriereplan hat der 32-Jährige aber nicht im Kopf.

„Jeder, der für sich selbst schon mal Pläne gemacht hat, der wird in der Rückschau feststellen, das nur wenige der längerfristigen Pläne umgesetzt worden sind“, sagte der Offensivspieler des deutschen Rekordmeisters Bayern München. Die WM sei aber „nicht mehr lange hin“. Das erste Ziel sei es nun, „sich so schnell wie möglich zu qualifizieren“.

Müller und Hofmann weisen Vorwurf zurück

Müller und Jonas Hofmann wiesen den Vorwurf der mangelnden Fannähe der DFB-Auswahl zurück. „Wir sollen uns zurückhalten“, sagte Müller mit Blick auf die Pandemie, „da ist es für alle schwierig, eine klare Linie zu finden. Ich weiß selbst nicht genau, wie ich mich da verhalten soll.“

Hofmann ergänzte: „Ich würde sehr, sehr gerne Autogramme geben und Selfies machen, aber wir sind leider angehalten, uns noch ein bisschen zurückzuhalten.“ Teamarzt Tim Meyer hat für die Nationalspieler ein „Abstandsgebot“ ausgesprochen. Eine Fragerunde mit jungen Fans am Samstag findet daher nicht wie einmal angedacht persönlich vor Ort, sondern rein virtuell statt.

Müller hält sich zurück

Bei der Ankunft der Nationalspieler am Montagabend in Hamburg zum WM-Qualifikationsspiel gegen Rumänien (Freitag) warteten Dutzende Fans stundenlang vor dem Teamhotel, doch nur Antonio Rüdiger stand für Selfies und Autogramme bereit. „Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich noch sehr zurückhalte, was den direkten Kontakt anbelangt“, sagte Müller. Autogramme gebe er aktuell keine, Fotos lasse er mit zwei Metern Abstand aber sonst zu.

Antonio Rüdiger erzählt von seinen ersten Erinnerungen an eine WM und outet sich als Fan vom "pummeligen" Ronaldo.

Antonio Rüdiger erzählt von seinen ersten Erinnerungen an eine WM und outet sich als Fan vom "pummeligen" Ronaldo.

Grundsätzlich sieht der Bayern-Profi aber „viel mehr Nähe“ zu den Fans „als das vor 20 Jahren der Fall war“. Über die Sozialen Medien „geben die Spieler sogar Privatsphäre preis“ und zeigten, „dass man sich wirklich mit den Fans beschäftigt“. Der „Hauptjob“ sei es aber ohnehin, die Zuschauer „mit unserem Spiel“ zu begeistern.

Hofmann hat beobachtet, dass viele Menschen „denken, Corona wäre komplett überstanden“. Man dürfe aber „nicht außer acht lassen, dass auch Geimpfte infiziert sind. Es gibt nunmal noch Regeln, an die wir uns halten sollen. Ich fände es schön, wenn alle mitziehen bis es heißt: Okay, jetzt können wir wieder aufeinander zugehen.“