Bereits am Montag waren Meldungen zur bevorstehenden Trennung von Christian Eichner und dem Karlsruher SC durchgesickert. Nun ist es offiziell: Die Badener und der dienstälteste Zweitliga-Coach gehen am Saisonende getrennte Wege.
Nach über sechs Jahren als Übungsleiter beim KSC erfolgt die Trennung von Eichner ein Jahr vor dem Vertragsende.
KSC: „Neue Impulse setzen“
„Über die Bedeutung von Christian Eichner für den KSC gibt es keine zwei Meinungen. Christian hat sich über die Jahre durch gute Arbeit und Hingabe zu einem Aushängeschild unseres Clubs entwickelt. Über die Zeit ist der Eindruck gereift und hat sich immer weiter verfestigt, dass wir nach sechseinhalb Jahren gemeinsamer Arbeit einen Punkt in der Entwicklung erreicht haben, an dem wir für die Zukunft neue Impulse setzen wollen“, erklärte Geschäftsführer Sport Mario Eggimann in der Vereinsmeldung.
Eichner prägte in Karlsruhe zwar eine Ära. Der lang ersehnte Aufstieg gelang unter dem gebürtigen Sinsheimer allerdings nicht. Seine beste Platzierung mit dem KSC war ein fünfter Rang in der Spielzeit 2023/24.
„Egal in welcher Funktion, ob als Spieler oder als Trainer, habe ich meine Rolle im Fußball immer so definiert, dass die Interessen des Vereins über allem anderen stehen. Insofern habe ich stets versucht, auch solche Entscheidungen loyal mitzutragen, die ich persönlich womöglich anders getroffen hätte“, gab sich Eichner in der Vereinsmeldung kritisch.
Strobl als Nachfolger?
In der laufenden Punkterunde belegen die Badener derzeit Rang neun mit bereits 15 Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz zur Bundesliga. Am vergangenen Osterwochenende, an dem im Anschluss sein Aus besiegelt wurde, verlor der KSC mit 0:1 bei Tabellenführer Schalke 04.
Nach SPORT1-Informationen ist Tobias Strobl, derzeit Cheftrainer beim Drittligisten SC Verl, Wunschkandidat für die Nachfolge. Intern soll er als Wunschlösung für einen sportlichen Neustart gehandelt werden. Der 38-Jährige überrascht derzeit mit dem SCV in der 3. Liga mit erfrischendem Offensivfußball.