Stefan Effenberg hat im SPORT1 Doppelpass Stellung in der Debatte um Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Sportvorstand Max Eberl bezogen.

„Grundsätzlich ist es sehr schade für den Max, dass er vor dem Spiel – wo du ein Finale bestreitest – genau diese Fragen beantworten muss. Das ist total unglücklich und schlecht platziert“, kritisierte der SPORT1-Experte den Zeitpunkt der jüngsten Aussagen von Hoeneß im Spiegel: „Ich muss sagen, da tat mir der Max auch ein Stück weit leid, weil du eigentlich über den Fußball reden willst, über dieses große Finale, was auf dem Spiel steht, über taktische Dinge vielleicht – und stattdessen musst du dich in so einem Interview rechtfertigen.“

Stefan Effenberg hat eine spannende These in der Debatte um Bayerns Sportvorstand Max Eberl aufgestellt
Stefan Effenberg hat eine spannende These in der Debatte um Bayerns Sportvorstand Max Eberl aufgestelltStefan Effenberg hat eine spannende These in der Debatte um Bayerns Sportvorstand Max Eberl aufgestellt© IMAGO/MIS

„Da hat der Uli dem Max keinen Gefallen getan. Man hätte das anders lösen können, vielleicht auch müssen. Zum Teil hat der Max das auch nicht wirklich verdient, weil er wirklich großartige Leistungen für den FC Bayern erbracht hat“, betonte der ehemalige Profi.

Eberl: Spannende Effenberg-These im Doppelpass

„Grundsätzlich musst du das aushalten können als Verantwortlicher, wir reden hier vom FC Bayern, aber auch als Spieler“, schränkte Effenberg allerdings ein wenig ein.

Hoeneß hatte die Chancen auf Eberls Verbleib auf „60:40“ geschätzt und zugleich die Frage bejaht, ob er noch Zweifel am Sportvorstand habe, der zum 1. März 2024 als Nachfolger von Hasan Salihamidzic zu den Bayern gekommen war. 

Effenberg stellte eine spannende These auf: „Vielleicht war das aber auch nur ein Test der Verantwortlichen: ihn in diese Situation zu bringen und zu schauen, wie er damit umgeht. Das könnte man zumindest so sehen.“

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Effenberg lobt Eberl

Abschließend sagte Effenberg: „Aber Hasan hat vollkommen recht: Er hat das professionell und souverän gemanagt.”

Salihamidzic sprach derweil aus eigener Erfahrung: „Man ist jeden Tag in den Medien und muss jeden Tag mit solchen Situationen, wie sie gestern passiert sind, zurechtkommen. Aber Max macht das ziemlich souverän und das funktioniert ganz gut.“

Salihamidzic legte sich fest: „Wenn der Uli nichts sagt, ist das schon Lob. Und wenn er 60 Prozent sagt, dann ist das schon viel mehr als Lob.”