Mit Florian Müller im Tor wollte der SC Freiburg den Finaleinzug im DFB-Pokal klarmachen. Wie schon in den vergangenen drei Pokalspielen der laufenden Saison vertraut SC-Cheftrainer Julian Schuster seinem Ersatzkeeper auch im DFB-Pokalhalbfinale gegen den VfB Stuttgart. Trotz starker Leistung des Freiburg-Keepers gelang es den Breisgauern nicht, ins DFB-Finale einzuziehen. Nach 90 Minuten stand es 1:1, in der 119. Minute erlöste der Stuttgarter Tiago Tomás sein Team und traf zum 2:1-Endstand.
„Wir stehen unter anderem auch wegen ihm hier (im Halbfinale; Anm. d. Red.), weil er einfach gute Leistungen gezeigt hat und die auch stets im Training wirklich immer bestätigt“, sagte Schuster vor Anpfiff in der ARD. „Es ist gerade eine große Energie zu spüren in dieser Mannschaft und es gibt viele Argumente, ihn heute zu bringen.“
Stammtorhüter Noah Atubolu, der im Pokal nur in der 1. Runde beim Erfolg in Lotte (2:0) gespielt hatte, nimmt in Stuttgart auf der Ersatzbank Platz. Mit den jüngsten Gerüchten um einen angeblich forcierten Sommerwechsel des 23-Jährigen habe dies nichts zu tun, stellte Schuster klar.
Gerüchte um Atubolu-Abschied im Sommer
Ob die Gerüchte Auswirkungen auf die Freiburger Aufstellung gehabt hätten? „Definitiv nicht. Das ist heute keine Entscheidung gegen Noah, sondern eine Entscheidung für Flo.
Noah ist ganz klar unsere Nummer eins“, sagte Schuster bei Sky und erklärte: „Auch er ist heiß auf das Spiel und freut sich als Freiburger Junge, das heute gemeinsam erleben zu dürfen.“
Einem Bericht des kicker zufolge haben die Berater Atubolus den SC Freiburg darüber informiert, dass der 23-Jährige im Sommer den nächsten Karriereschritt gehen möchte. Schuster nickte im Gespräch mit Sky-Moderator Yannick Erkenbrecher kurz, als er damit konfrontiert wurde, dass Atubolu den Klub im Sommer verlassen möchte.
Der gebürtige Breisgauer steht noch bis 2027 beim Sport-Club unter Vertrag. Gegen Borussia Dortmund wird er am Wochenende planmäßig wieder zwischen den Pfosten stehen.