Rückkehrer Armin Veh hat bei seinem Pflichtspiel-Debüt für den VfB Stuttgart eine bittere Enttäuschung erlebt.
Die Schwaben verloren gegen Zweitliga-Spitzenreiter VfL Bochum 0:2 (0:1) und scheiterten zum ersten Mal seit 18 Jahren wieder in der ersten Runde des DFB-Pokals.
Matchwinner der Bochumer war Simon Terodde, der den VfL mit seinen Toren vier und fünf (9. und 48.) im dritten Pflichtspiel der Saison fast im Alleingang in die zweite Runde schoss.
„Für mich ist es keine Überraschung. Ich weiß, was unsere Mannschaft kann“, sagte Bochums Coach Peter Neururer bei „Sky“: „Diese Mannschaft hat Zukunft.“
Während bei den Westfalen nach dem gelungenen Saisonstart nun endgültig Euphorie ausbricht, muss Veh nach einer über weite Strecken enttäuschenden Leistung schon mit einem mulmigen Gefühl in Richtung Bundesliga-Start bei Borussia Mönchengladbach am kommenden Samstag blicken. (
Chemnitzer feiert den Erfolg in einem epochalen Pokal-Drama gegen Mainz 05. Leverkusen erlebt eine überragende Kießling-Show. Die besten Bilder der 1. Runde im DFB-Pokal.
)
„Wir arbeiten daran, dass wir wieder erfolgreicher sind und den Fans etwas bieten können. Aber das ist nicht einfach“, meinte Veh.
Drei Neuzugänge in VfB-Startelf
Stuttgart startete nach sechs Wochen Vorbereitung mit gleich drei Neuzugängen. Neben Florian Klein standen auch Oriol Romeu und Filip Kostic gegen den Revierklub in der Startelf – keiner aus dem Trio wusste zu überzeugen.
22.694 Zuschauer sahen aggressiver in den Zweikämpfen agierende Hausherren, die durch Terodde in Führung gingen. Der Stürmer nutzte einen Abstimmungsfehler zwischen Stuttgarts Neuzugang Oriol Romeu und Torwart Sven Ulreich. Die Schwaben, denen die fehlende Spielpraxis deutlich anzumerken war, hatten während des ganzen Spiels mit Abstimmungsproblemen zu kämpfen.
Nach dem Führungstreffer wurde das Spiel zerfahrener mit Fehlpässen auf beiden Seiten. Die erste zwingende Torchance erspielte sich der Bundesligist erst gut zehn Minuten vor der Halbzeit in Person des Pechvogels Romeu. Sein strammer Rechtsschuss aus 20 Metern verfehlte nur knapp das Bochumer Tor.
Ulreich unsicher
Vor allem Stuttgarts Ulreich machte keinen sicheren Eindruck in der ersten Halbzeit. In der 40. Minute rutschte ihm eine eigentlich harmlose Flanke von Danny Latza durch die Finger, erst im Nachfassen entschärfte Ulreich die Situation.
Nach Wiederanpfiff schockte Terodde die Stuttgarter erneut und erhöhte nach einem sehenswerten Konter und mustergültigem Zuspiel von Stanislav Sestak eiskalt auf 2:0. Von Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften war auf dem Platz nichts zu sehen. Stuttgart fand weiterhin nicht ins Spiel und zeigte keinerlei Reaktion auf den Rückstand.
Bei den über weite Strecken bärenstarken Gastgebern verdienten sich Terodde und Abwehrchef Jan Simunek die Bestnoten, bei den Gästen rief kein einziger Spieler sein Potenzial ab.