Horst Hrubesch stellt die deutschen Fußballerinnen für das Endspiel um Olympia in den Niederlanden auf einen Klassiker ein.

„Es wird sicherlich ein hochinteressantes Spiel“, sagte der Interims-Bundestrainer vor der Abreise von Lyon nach Heerenveen am Dienstag. Aus eigener Erfahrung gegen Oranje weiß der Europameister von 1980: „Das waren immer Spiele, die brisant waren und Spaß gemacht haben.“

Er selbst bestritt 1978 eines seiner ersten Länderspiele mit der damaligen B-Nationalmannschaft gegen den Nachbarschaftsrivalen.

Am Mittwoch (20.45 Uhr) muss Hrubesch nun mit der DFB-Auswahl im kleinen Finale der Nations League im Abe-Lenstra-Stadion gewinnen, um das letzte Europa-Ticket für die Sommerspiele in Paris (26. Juli bis 11. August) zu ergattern.

DFB-Frauen: Glückt Olympia-Ticket gegen Niederlande?

„Wir haben die zweite Chance. Jetzt werden wir versuchen, den Schritt zu Olympia zu machen“, sagte Hrubesch und erklärte zur Anspannung vor dem Alles-oder-nichts-Spiel: „Druck haben wir immer als Nationalmannschaft.“ Ihren ersten Matchball hatten die Deutschen am Freitag im Halbfinale in Frankreich (1:2) vergeben.

Für Bondscoach Andries Jonker auf der Gegenseite hat der 72-Jährige viel Respekt übrig. „Wir kennen uns vom Sehen. Dass er ein exzellenter Trainer ist, darüber brauchen wir nicht groß nachdenken“, sagte Hrubesch über den früheren Bundesliga-Trainer.