Der FC Arsenal und Paris Saint-Germain trieben die Spannung im Champions-League-Finale auf die Spitze. Als Innenverteidiger Gabriel die Kugel als fünfter Elfmeterschütze über den Kasten knallte, war die Finalniederlage der Gunners besiegelt (5:4 n.E.). Das nutzte der FC Chelsea für einen Seitenhieb via Social Media.

Auf X postete der Stadtrivale kurz nach Abpfiff des Finales: „Come and visit London’s Home of Trophies. Book your Stadium Tour at Stamford Bridge now.“ (Auf Deutsch: „Besuchen sie Londons Heimat der Trophäen. Buchen Sie jetzt Ihre Stadiontour an der Stamford Bridge.“) Der erste Slide des Posts zeigt ein Bild des Henkelpotts der Königsklasse, der am Spielfeldrand an der Stamford Bridge, dem Stadion der Blues, steht.

Enttäuschte Gunners mussten sich im CL-Finale PSG geschlagen geben
Enttäuschte Gunners mussten sich im CL-Finale PSG geschlagen gebenEnttäuschte Gunners mussten sich im CL-Finale PSG geschlagen geben© IMAGO/NTB

Eine provokante Aktion des Vereins, der damit wohl darauf anspielte, dass die Gunners die Champions League noch nie gewinnen konnten. Im Gegensatz zum FC Chelsea, der die Trophäe bereits zweimal in die Höhe streckte: zum ersten Mal 2012 im berühmt-berüchtigten „Finale Dahoam“ nach Sieg im Elfmeterschießen gegen den FC Bayern.

Am jüngsten Champions-League-Triumph (1:0-Sieg gegen Manchester City 2021) hatte Kai Havertz einen großen Anteil, indem er den Siegtreffer erzielte. Im Gegensatz zu Chelsea konnten die Gunners den historischen Führungstreffer des deutschen Nationalspielers nicht über die Zeit retten.

Die Provokation an die Arteta-Elf, die trotz der Finalniederlage in der Königsklasse eine außerordentlich starke Saison ablieferte und sich erstmals seit der Saison 2003/04 zum Meister krönte, scheint aus Sicht des Stadtrivalen ob des Saisonverlaufes mutig. Schließlich erlebte Chelsea, das im CL-Achtelfinale deutlich gegen PSG rausflog (2:8 nach Hin- und Rückspiel), eine Chaos-Spielzeit samt Trainerwechsel und beendete die Saison auf dem enttäuschenden zehnten Rang. Neu-Trainer Xabi Alonso geht mit den Londonern also in eine Saison ohne internationale Wettbewerbe.

Arsenals fast perfekte CL-Saison

Die Krönung der Champions League misslang den Gunners zwar, dennoch absolvierte der englische Meister eine nahezu perfekte Königsklassen-Saison. So hat der FC Arsenal auf internationaler Bühne kein Spiel nach 90 Minuten verloren – anders als Titelverteidiger PSG, der gegen Bayern in der Gruppenphase das Nachsehen hatte.