Trainer Vincent Kompany wird dem FC Bayern im Champions-League-Hinspiel bei Paris Saint-Germain gelbgesperrt nicht zur Verfügung stehen. Auf der Pressekonferenz machte der Coach nun deutlich, wie er den Spieltag miterleben wird.

„Wo ich sitze? Irgendwo im Stadion. Vielleicht nicht so weit weg von Ihnen. Aber ich kenne mich in diesem Stadion noch nicht so gut aus, dass ich weiß wo die B-Lösung ist, für einen Trainer, der nicht dabei sein kann“, erwiderte Kompany auf SPORT1-Nachfrage: „Die Abläufe sind deutlich. Ich weiß, bis wann ich etwas machen kann und darf – und wie ich die Mannschaft unterstützen kann.“

Vincent Kompany ist für das Hinspiel gegem Paris Saint-Germain gesperrt
Vincent Kompany ist für das Hinspiel gegem Paris Saint-Germain gesperrtVincent Kompany ist für das Hinspiel gegem Paris Saint-Germain gesperrt© IMAGO/Lackovic

Champions League: Kompany ärgert sich über Sperre

Kompany hatte im Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid (4:3) seine dritte Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb gesehen und darf somit nicht mitwirken. „Gesperrt ist gesperrt. Das heißt, du bist für einen Teil dieses Spiels nicht dabei. Sie wissen, dass ich nicht zufrieden bin, wie ich gesperrt wurde. Ich finde das nicht fair, aber okay“, ärgerte sich der Belgier.

Der Coach hatte sich über das Einsteigen von Antonio Rüdiger gegen Josip Stanisic lautstark beschwert, in der Folge schoss Kylian Mbappé die Madrilenen zwischenzeitlich mit 3:2 in Führung (42.). Schiedsrichter Slavko Vincic zeigte Kompany anschließend ohne zu Zögern die folgenreiche Gelbe Karte.

Besonders bitter für Kompany: Nach dem Viertelfinale wären alle Gelben Karten „gelöscht“ worden. Eine Sperre hätte Kompany also nicht mehr gedroht. „Im Moment geht es einfach darum, dass wir das als Mannschaft lösen – und das können wir“, stellte Kompany nun klar.

FC Bayern: Danks vertritt Kompany

Am Dienstagabend wird Kompany an der Seitenlinie von Co-Trainer Aaron Danks vertreten. „Danksy hat schon Erfahrung. Er stand schon in England einige Zeit an der Seitenlinie in der Premier League (unter anderem als Interimstrainer von Aston Villa, Anm. d. Red.)“, gab sich Kompany zuversichtlich. Am besten sei es natürlich, wenn „alle immer zur Verfügung stehen, ich auch. Aber sonst habe ich hundert Prozent Vertrauen in unseren Staff, alle anderen auch“.

Wenig später wurde Kompany von einem Reporter noch an Trainer-Legende José Mourinho erinnert, der sich in der Spielzeit 2004/05 als Trainer des FC Chelsea für das Duell gegen den FC Bayern (Mourinho war ebenfalls gesperrt) in eine Wäschebox schmuggelte, um so Kontakt zu seinem Team aufzunehmen.

„Ich bin 1,92 (Meter groß), ich passe in keine Wäschebox – leider!“, witzelte Kompany: „Es gibt einen Trainer, der Erfahrung hat, nicht auf der Bank zu sitzen. Das bin ich“, sagte der 40-Jährige und verwies auf seine Zeit als Spielertrainer beim RSC Anderlecht: „Die Regel ist, dass du auf dem Platz dabei bist. Aber wenn du verletzt bist, darfst du nicht an der Seitenlinie sitzen. Ich war oft verletzt und habe viele Spiele an unterschiedlichen Orten und verschiedenen Kulissen mitgemacht. Leider habe ich viel Erfahrung in dem Bereich.“