Der 4:3-Sieg des FC Bayern München im Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid scheint im Nachgang für ebenso viele Nebenschauplätze zu sorgen, wie den Fans am Mittwochabend Spektakel geboten wurde.
„Wir haben das Spiel verdient gewonnen“, erklärte FCB-Star Josip Stanisic nach der Partie und widersprach damit den heftigen Protesten der Königlichen. Dennoch ärgerte sich der Kroate besonders über eine Szene mit Antonio Rüdiger.
Kurz vor dem 3:2 für Real war Stanisic von Rüdiger zu Fall gebracht worden. „Er sieht, dass ich komme, und geht nur in mich rein“, ärgerte sich der 26-Jährige. Schiedsrichter Slavko Vincic erkannte jedoch kein Foul und ließ das Spiel weiterlaufen – es folgte das Gegentor durch Kylian Mbappé.
Hat Rüdiger Stanisic beleidigt?
Doch Stanisic ärgerte sich nicht nur über das vermeintliche Foulspiel, sondern warf Rüdiger zudem vor, ihn verbal attackiert zu haben. „Es ist ein Wort gefallen, und das zweimal“, schilderte er und meinte: „Vielleicht ist er ja Mann genug, um es zuzugeben.“
Weiter ausführen wollte Stanisic den Vorfall nicht, kritisierte aber grundlegend: „Ich will jetzt nichts sagen, weil ich keiner bin, der böses Blut will. Aber ich finde, so etwas gehört sich nicht.“
Zwar zeigten die Bilder des Spiels im Anschluss auch, wie Rüdiger noch einmal den Weg zu seinem Gegenspieler suchte, Stanisic hochzog und sich vermutlich entschuldigte. Am Ärger des Bayern-Verteidigers änderte dies augenscheinlich jedoch nichts.
Stattdessen übte der kroatische Nationalspieler weitere Kritik am Unparteiischen und behauptete mit Blick auf die strittigen Szenen des Abends: „Die Schiedsrichter haben ein bisschen das Feingefühl verloren für die großen Spiele.“ Trotzdem sei das Wichtigste, „dass wir gewonnen haben und im Halbfinale stehen“.