Mittlerweile dürfte es sogar so manchem Fan zu viel sein. Der Fußballkalender wird seit Jahren vollgestopft. Mehr Spiele bedeuten nämlich vor allem eines: mehr Geld.

Dass sich viele Spieler und Funktionäre darüber beschweren, ist angesichts der Belastung für Körper und Geist verständlich. Doch bei allem Respekt: Es ist Jammern auf hohem Niveau. Jene Profis, die aufgrund der Klub-WM im kommenden Sommer besonders gefordert sind, sind auch diejenigen, die das meiste Geld kassieren.

Der FC Bayern liefert trotz hoher Belastung ab
Der FC Bayern liefert trotz hoher Belastung abDer FC Bayern liefert trotz hoher Belastung ab

Und: Es geht auch ohne Jammern – das beweisen vor allem die Stars des FC Bayern derzeit eindrucksvoll. Nachdem Joshua Kimmich während der EM bereits verkündete, dass er lieber spiele als zu trainieren und die Belastungsfrage damit beiseite wischte, legten jetzt zwei Münchner Profis nach.

Bayern-Stars sind hart im Nehmen

„Ich bin keiner der sagt: ‚Oh, oh‘. Dafür hat man einen Kader. Die Belastung war schon immer hoch. Wir können mittlerweile fünfmal wechseln. Ich bin da überhaupt nicht auf der Seite des Jammerns – das Spielen macht uns ja auch Spaß. […] Deswegen sehe ich das nicht kritisch“, sagte Thomas Müller am Dienstagabend.

Und Konrad Laimer ergänzte: „Generell kommt das Thema immer wieder hoch. Jeder muss zusehen, dass er fit bleibt. Es wird immer Verletzungen geben – egal, wie viele Spiele es gibt. Jeder Spieler ist selbst dafür verantwortlich, wie er seinen Körper pflegt und regeneriert.“

Thomas Müller nimmt in seinen Interviews kein Blatt vor den Mund - auch nach dem Sieg der Bayern gegen Schachtar Donezk ist er wieder bestens gelaunt.

Thomas Müller nimmt in seinen Interviews kein Blatt vor den Mund – auch nach dem Sieg der Bayern gegen Schachtar Donezk ist er wieder bestens gelaunt.

Es sind fast schon weise Worte, die beide da aussprechen. Denn jeder Fan würde sich vermutlich freuen, mit Fußball sein Geld verdienen zu können. Ein Profi zu sein, ist der Lohn für viel harte Arbeit, aber eben auch ein Privileg, das man zu schätzen wissen muss.

Gefragt sind eher die Trainer und anderen sportlichen Verantwortlichen in den Klubs. Trainingssteuerung und gute Kaderplanung sind nötig, um die Profis zu schützen. Jammern hilft da nicht. Die Reisestrapazen für ihre Schützlinge gestalten die Vereine ohnehin schon sehr komfortabel.

Einen klugen Gedanken äußerte zu Beginn der Saison übrigens Vincent Kompany. Der Bayern-Trainer sprach davon, dass Profis, die weniger Spiele absolvieren wollen, im Gegenzug auf Geld verzichten sollten. Das hätte vermutlich wirklich einen echten Effekt.

Das Motto der Bayern lautet derweil „Mia san fit“. So geht es nämlich auch.