Wenn es an die Gegneranalyse geht, sollte er lieber ganz genau zuhören: Villarreals Étienne Capoue.

Während viele seiner Kollegen auch in der Freizeit nicht genug vom Fußball bekommen, schiebt der französische Ex-Nationalspieler seinen Beruf so gut es geht zur Seite.

„Wenn ich nach Hause komme, sehen mich meine Kinder nicht nur als Fußballer. Sie wollen mit mir spielen und von mir lernen“, erklärte der 33-Jährige vor dem Rückspiel im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Bayern der L‘Équipe. (Champions League: FC Bayern – FC Villarreal heute ab 21 Uhr im LIVETICKER)

„Nach dem Training oder Spiel schalte ich komplett ab. Ich schaue kein Fußball. Auch, wenn mein 8-jähriger Sohn angefangen hat zu spielen und mich dazu zwingen will.“

Bayern-Verteidiger Nianzou? Capoue erntet Gelächter

So komme es auch immer wieder vor, dass er gegnerische Spieler einfach nicht kenne. So auch geschehen vor dem überraschenden 1:0-Erfolg im Hinspiel gegen die Bayern. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Champions League)

Trainer Unai Emery habe sich nicht mehr daran erinnert, welche Nationalität Tanguy Nianzou habe und daher seinen französischen Landsmann gefragt.

„Ich kannte ihn nicht“, erzählte Capoue. „Ich antwortete ihm: ‚Ich weiß es nicht.‘ Daraufhin sagte er: ‚Ah, ja, stimmt. Dich sollte man ja nichts fragen.‘ Alle lachten.“

„Es lässt mich zwar wie einen lächerlichen Typen aussehen, aber es schafft eine gute Atmosphäre“, folgerte Capoue, der auch gestand, dass er bei seinem Wechsel vom FC Watford zu Villarreal im Januar 2021 lediglich Francis Coquelin kannte, da er in England gegen ihn gespielt hatte und Franzose ist.

Inzwischen dürften Capoue alle seine Kollegen vertraut sein. Gemeinsam mit Coquelin und Co. wird er alles daran setzen, am Dienstag die Bayern aus der Champions League zu kegeln.

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