Der FC Bayern will bei der Internationalisierung der Bundesliga nicht länger nur die Konkurrenz in die Pflicht nehmen, sondern selbst konkrete Vorschläge für eine gemeinsame Strategie liefern.
Nach SPORT1-Informationen arbeitet der Rekordmeister hinter den Kulissen bereits an Ideen und Konzepten, die den anderen deutschen Profiklubs zu gegebener Zeit präsentiert werden sollen. Ziel ist es, gemeinsam mit den Klubs die Präsenz der Bundesliga auf internationalen Märkten zu stärken.
Eine der Maßnahmen, die dabei erwogen wird: Der FC Bayern könnte als eine Art Gastgeber oder Initiator für Mini-Turniere im Ausland mit deutscher Beteiligung agieren.
FC Bayern will „als Speerspitze“ Themen anstoßen
Dass die Münchner bei diesem Thema selbst stärker ins Handeln kommen wollen, hatte Marketing-Vorstand Rouven Kasper bereits zuletzt während der Asien-Tour des FCB angedeutet.
„Wir müssen, glaube ich, auch mehr in die Situation kommen, dass wir als Speerspitze noch aktiver in die Bundesliga reindiskutieren und Themen anstoßen – nicht nur politisch, sondern gegebenenfalls einfach mit guten Ideen kommen, wie wir gemeinsam mit den anderen Klubs ins Ausland kommen können“, erklärte der Verantwortliche.
Bayern-Bosse beschweren sich über fehlendes Engagement der Bundesliga
Aus dem Lager der Bayern hatte es jüngst wiederholt Stimmen gegeben, die die Konkurrenz zu größeren Anstrengungen bei der Internationalisierung aufforderten. „Wenn der FC Bayern vorangeht, dürfen die anderen nicht stehenbleiben. Internationalisierung ist kein Solo – die Liga muss mitziehen“, betonte etwa Präsident Herbert Hainer am Rande der Asien-Tour der Münchner.
Die Bundesliga stehe im Vergleich zur Premier League „deutlich, deutlich im Hintergrund“, fuhr Hainer fort. „Es kann nicht sein, dass der FC Bayern den Wagen allein zieht, sondern wir brauchen hier eine deutlich aktivere Unterstützung der gesamten Bundesliga – nicht nur von einem oder zwei Vereinen, sondern von der ganzen Bundesliga.“