Nachdem Michael Olise vom FC Bayern in den vergangenen Wochen mit einem Wechsel zu Real Madrid in Verbindung gebracht wurde, äußern sich nun bei SPORT1 mit Emmanuel Petit und und Robert Pirès zwei französische Legenden zur Zukunft ihres Landsmannes. Dabei geben beide Olise einen Rat.
„Erst einmal kannte vor knapp zwei Jahren noch kein Beobachter des internationalen Fußballs Michael Olise so richtig, als er nach München wechselte“, begann Petit und fügte hinzu: „Nun steht er bei einem Verein unter Vertrag, der ihm alles bietet: Sportlich mit herausragenden Perspektiven, ein tolles Gehalt und ein exzellenter Trainer, mit dem es täglich wunderbar harmoniert.“
FC Bayern: Starke Offensive mit Olise, Kane und Díaz
Der 55-Jährige ist der Meinung, dass Olise keine Not habe, sofort zu wechseln, vor allem, weil er bei Bayern zu einem Weltklasse-Spieler wurde. „Außerdem versteht er sich mit Harry Kane und Luis Díaz in der Offensive blendend“, betonte die französische Legende.
In der vergangenen Saison gewannen die Münchener den Meistertitel und den DFB-Pokal. In der Champions League schieden sie im Halbfinale gegen den späteren Titelträger Paris Saint-Germain aus.
Kein Grund für einen Wechsel?
„Alle Spieler sind gewillt, noch ein Jahr zusammen zu bleiben, um den nächsten großen Angriff auf die Königsklasse zu wagen. Sollte Olise dann in einem Jahr tatsächlich alles gewonnen haben, würde er wohl eine neue Herausforderung brauchen – und dann würde Real wohl zum besseren Zeitpunkt kommen“, sagte Petit.
Sein ehemaliger Mitspieler in der französischen Nationalmannschaft Robert Pirès teilte die gleiche Meinung. „Olise vermittelt den Eindruck, in München völlig glücklich zu sein. Natürlich reizt allein der Name Real Madrid jeden Spieler des Planeten, doch momentan spielt er in einer stabilen und extremkonkurrenzfähigen Mannschaft, sodass es keinen triftigen Grund gibt, bereits in diesem Sommer wieder die Koffer zu packen“, betonte der 52-Jährige.
Pirès: Olise kann auch erst später zu Real wechseln
Pirès führte weiter aus: „Mit dieser Bayern-Mannschaft hat er noch einiges vor, und die Tatsache, dass das Gerüst der Kompany-Elf dasselbe sein wird wie in der vergangenen Saison, ist entscheidend, um auf jeden Fall eine weitere Spielzeit dranzuhängen.“
Der frühere Weltklasse-Spieler verwies darauf, dass Real vor einem Neuanfang stehe und bei Bayern „ist das Haus quasi bereits fertiggestellt“. Gleichzeitig sei Olise noch jung genug, um „erst in ein paar Jahren das Trikot der Königlichen zu tragen“.
Überdeutliche Ansage: „Ich habe mich totgelacht!“
Prägt Olise eine Bayern-Ära wie Ribéry?
Wäre gar eine Vertragsverlängerung an der Säbener Straße in den kommenden Wochen ein starkes Zeichen, dass Olise eine Ära wie einst Franck Ribéry an der Isar prägen könnte? „Das ist schwer zu sagen und noch schwerer zu vergleichen“, sagte Pirès und ergänzte: „Für Franck war der FC Bayern der perfekte Verein, um Saison für Saison sein tolles Potenzial auszuschöpfen. Bei Olise muss man abwarten, aber es ist sicherlich keineswegs auszuschließen, dass er noch einige Jahre in München bleibt.“
Die Frankreich-Legende betonte abschließend: „Bayern ist ein absolut top-organisierter Verein, und es ist zumindest momentan nicht einfach, bessere Vereine in Europa zu finden.“