Über Monate hatte sich der Vertragspoker zwischen Konrad Laimer und dem FC Bayern München gezogen. Zwischenzeitlich schaltete sich sogar Ehrenpräsident Uli Hoeneß ein und mahnte den Defensivspieler mit deutlichen Worten zur Bescheidenheit: „Er ist eben nicht Maradona“.

Viel Wirbel um nichts, ordnete Laimer die Geschichte nun selbst ein. Von einem zu hohen Gehalt, das Laimer verlangt haben soll, war unter anderem die Rede. „Schlussendlich wird immer mehr geschrieben, als am Ende dran ist. So ist das Geschäft, und ihr müsst ja auch euren Job machen, das ist ja auch gut so“, kommentierte der 29-Jährige, der kürzlich erst seinen Vertrag bis 2029 verlängert hatte, die Aufregung um seine Person bei einer Medienrunde auf der südkoreanischen Vulkaninsel Jeju.

Konrad Laimer und der FC Bayern sind in Südkorea gelandet
Konrad Laimer und der FC Bayern sind in Südkorea gelandetKonrad Laimer und der FC Bayern sind in Südkorea gelandet© IMAGO/Eibner

Laimer-Verlängerung beim FC Bayern: „Kann wieder machen, was mir Spaß macht“

„Ich war immer ganz entspannt. Es hat lange überhaupt keinen Kontakt gegeben und dann irgendwann am Ende hat’s wieder mehr Kontakt gegeben. Dann ist es auch relativ schnell gegangen, dass man sich da geeinigt hat, weil von mir aus auch nie was dagegen gesprochen hat. Ich wollte immer hierbleiben“, stellte Laimer klar.

Sein ursprüngliches Arbeitspapier wäre im kommenden Sommer ausgelaufen. Für Laimer ist damit ein längeres Kapitel voller Spekulationen beendet. „Ich bin natürlich happy, dass es jetzt alles so funktioniert hat und alles in trockenen Tüchern ist und ich jetzt auch wieder das machen kann, was mir Spaß macht, und das ist das Fußballspielen. Und das macht hier extrem viel Spaß.“

Keine offizielle Aussprache mit Uli Hoeneß

Eine offizielle Versöhnung mit Ehrenpräsident Hoeneß habe es nach dem medienwirksamen Hin und Her nicht gebraucht. Für Laimer war die Angelegenheit offenbar ohnehin weniger dramatisch, als sie zwischenzeitlich wirkte.

„Ne gab’s nicht. Aber das war ja auch nie irgendwo ein Thema bei mir. Wir haben immer kurz mal ein bisschen gequatscht, auch damals bei der Meisterfeier nochmal mit ein bisschen Spaß, und das war es dann auch schon wieder, mehr gibt’s dann auch nicht.“

Viel Zeit, sich weiter mit der Vergangenheit zu beschäftigen, bleibt ohnehin nicht. Bis zum 8. August touren die Bayern im Rahmen ihrer Asienreise durch Südkorea und Hongkong. Neben Trainingseinheiten und zahlreichen Presseterminen stehen auch zwei Testspiele auf dem Programm: Am 4. August geht es gegen Jeju SK FC, am 7. August wartet Aston Villa.