Albert Riera wurde zwar bereits vor knapp zwei Monaten als Trainer von Eintracht Frankfurt entlassen, jedoch fliegen die Giftpfeile noch immer. Der Spanier trat in einer Story auf seinem Instagram-Account wütend gegen seinen Ex-Klub nach.

„Es gab nur zwei Personen, die vom Morgen bis in die Nacht gekämpft haben, um die Probleme zu beseitigen: Markus Krösche und ich selbst! Sonst niemand“, wetterte er.

Albert Riera musste Eintracht Frankfurt schon nach gut fünf Monaten verlassen
Albert Riera musste Eintracht Frankfurt schon nach gut fünf Monaten verlassenAlbert Riera musste Eintracht Frankfurt schon nach gut fünf Monaten verlassen© IMAGO/Kessler-Sportfotografie

Daraufhin knöpfte sich Riera einen Eintracht-Mitarbeiter vor, den er laut eigenen Angaben nur zweimal gesehen hat – und der offenbar mehr für den Verein hätte tun sollen.

„Ich werde deinen Namen nicht nennen, weil du ein Niemand bist. Du tust nichts und weißt immer noch nicht, warum du ein Gehalt von diesem Klub beziehst. Du hast dich entschieden über mich zu sprechen, ich werde das auch machen“, ließ er seinem Ärger freien Lauf.

Albert Riera bezeichnet die Eintracht als „Geist“

Riera zufolge sei die Eintracht während seiner Zeit „ein Geist“ gewesen. „Weder der Präsident noch die Vorstandsmitglieder noch sonst jemand waren anwesend. Sie werden wahrscheinlich nur in guten Zeiten in Erscheinung treten“, übte er scharfe Kritik an der Chefetage. „Feiglinge reden erst spät und hinter deinem Rücken“, untermauerte er seine Vorwürfe.

Der 44-Jährige beendete seine Tirade mit einem positiven Wunsch für die Zukunft, ließ sich dabei aber einen abschließenden indirekten Seitenhieb nicht nehmen. „Im Übrigen, ich wünsche der Eintracht, geeignete Leute zu finden, die etwas vom Spiel verstehen und dem Klub dabei helfen, eine großartige Fußballgeschichte zu schreiben“, machte er deutlich.

Axel Hellmann rechnet mit Riera ab

Riera musste zum Wochenbeginn allerdings auch selbst heftig einstecken. „Ich war überrascht, wie wenig er bereit war, sich mit der Bundesliga, diesem Klub und dem ganzen Umfeld auseinanderzusetzen“, kritisierte Vorstandssprecher Axel Hellmann. Dieser fühlte sich, seiner Meinung nach, in Rieras Reaktion auf das Aus bestätigt. „Ich konnte da viel Selbstüberhöhung und eine fehlende Selbstreflexion raushören“, stichelte er.

Nach seinem Aus hatte Riera scharfe Kritik am Verein geübt. Diesem seien „Namen wichtiger als Ergebnisse“ gewesen. Außerdem kritisierte er die Vereinspolitik und den fehlenden Einfluss des Coaches auf die Kaderzusammenstellung. „Das ist nicht das richtige Umfeld für mich“, monierte er. Zudem lästerte er über das Niveau der Bundesliga und bezeichnete dieses als „enttäuschend“.

Eintracht Frankfurt: Riera-Anstellung ein absolutes Missverständnis

Riera heuerte Anfang Februar als Nachfolger von Dino Toppmöller bei der SGE an. Der Spanier fiel auf Anhieb mit harten Entscheidungen und feurigen Pressekonferenzen auf, sorgte damit allerdings auch für Skepsis innerhalb des Vereins. Nach nur 17 Punkten in 14 Spielen und dem Verpassen des internationalen Geschäfts wurde Riera zum Saisonende entlassen.

Die Eintracht setzt nach dem gescheiterten Riera-Experiment nun mit Adi Hütter wieder auf ein vertrautes Gesicht auf der Trainerbank.