Thomas Müller hat den Hoffnungen auf eine Rückkehr zum FC Bayern als Funktionär einen Dämpfer verpasst – zumindest, was die kurzfristige Zukunft angeht. „Ich kann mir aktuell nicht vorstellen, dass das zeitnah relevant wird. Einen Job in einer Führungsposition beim FC Bayern kannst du nicht im Vorbeigehen machen“, betonte der 36-Jährige bei der Bild.
Langfristig wollte er ein Engagement bei seinem Herzensverein allerdings nicht ausschließen – allerdings wolle er erst dann anfangen, wenn er der Aufgabe auch wirklich gewachsen wäre.
„Wie Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge richtig gesagt haben, muss man sich darauf intensiv vorbereiten, muss davor diverse Erfahrungen sammeln und dann abliefern“, machte der Rekordspieler deutlich. Zuletzt hatten Hoeneß und Rummenigge deutlich gemacht, dass ein Job beim deutschen Rekordmeister kein Selbstläufer sei und harter Arbeit bedürfe.
Thomas Müller: „Will ich mal ins Trainergeschäft reinschnuppern?“
„Diesen Job kann nur machen, wer bereit ist, 24/7 zu arbeiten. Jeder, der glaubt, man kann das so nebenbei machen, mal zwischendurch ein paar Interviews geben und praktisch nur durch Kommunikation die Dinge bewältigen, der liegt völlig falsch“, hatte Rummenigge über Müllers Zukunft gesagt. Beim ehemaligen Spieler der Bayern stieß das offenbar auf Verständnis.
„Was das Berufliche betrifft, will ich mich selbst reflektieren, um zu ergründen: Fehlt mir etwas? Was fehlt mir genau? Wo sehe ich mich in fünf Jahren? Will ich im Fußballgeschäft bleiben? Will ich mal ins Trainergeschäft reinschnuppern?“, meinte Müller.
„Das sind die Fragen, die ich mir dann zu gegebener Zeit stellen werde. Und wenn es dann so weit ist, will ich den Weg bewusst gehen – und nicht nur beiläufig Kurse machen, um schon mal irgendeine Lizenz in der Tasche zu haben“, gab der langjährige Münchner an.
Englisch? „Das hilft, wenn du einem Klub einen Spieler abluchsen möchtest“
Glücklich ist Müller über seinen Fortschritt beim Lernen der englischen Sprache. Warum das wichtig sei? „Das hilft vielleicht auch für später – beispielsweise, wenn du mal einem Klub aus der Premier League einen Spieler abluchsen möchtest (lacht).“
Aktuell hat für Müller aber die eigene Spielerkarriere, die er bei den Vancouver Whitecaps in der MLS fortsetzt, Priorität. Sein Vertrag läuft noch bis zum Ende des Jahres, könnte aber womöglich nochmal verlängert werden. „Wenn alles so läuft wie zuletzt, könnte ich mir auch vorstellen, dass ich noch ein bisschen weiterspiele“, deutete Müller an.
Ein Hindernis gibt es allerdings. „Aktuell weiß man noch nicht genau, wie und wo es mit den Whitecaps weitergeht. (Eigentümerwechsel und Umzug des Klubs im Gespräch, Red.)“, erklärte Müller und fügte hinzu: „Und ich weiß auch noch nicht, wie es meinem Körper Ende des Jahres geht.“